München Madeleine Dietz hat Kunst in der Frauenkirche geschaffen

Die Menschen zwingen, neue Wege zu gehen – der Gedanke steckt hinter der Installation von Madeleine Dietz in der Frauenkirche .
Die Menschen zwingen, neue Wege zu gehen – der Gedanke steckt hinter der Installation von Madeleine Dietz in der Frauenkirche .

Vom Altar in der Münchener Frauenkirche ist vor lauter Godramsteiner Erde nichts mehr zu sehen. Die Bildhauerin Madeleine Dietz war hier am Werk und hat eine Mauer aus Lehmziegeln geschichtet.

Dietz war mit ihrer Installation zur Aktion „Aschermittwoch der Künstler“ nach München geladen, eine von dem Schriftsteller Paul Claudel nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris begründete Veranstaltung der römisch-katholischen Kirche. Bis zum 16. März ist die Arbeit der Landauer Bildhauerin zu sehen. Für den Aufbau hatte sie nur den Aschermittwoch nach dem Morgengebet. Vor ihrer Ziegelmauer hat sie über die Stufen einen Teppich aus Erde gestreut. Die Idee hinter all dem: Die Menschen sanft zu zwingen, neue Wege zu gehen, etwa die Messdiener mit ihren Weihrauchgefäßen. Kardinal Marx habe seine Predigt auf die Arbeit abgestimmt. Und der Aschermittwochssegen sei mit Südpfälzer Erde erteilt worden. Selbst Kardinal Reinhard Marx habe sich mit der Erde von ihr segnen lassen, erzählt sie.

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