Rheinpfalz Leserbrief:

Es ist ein Skandal, dass die Deutsche Bahn AG, alleiniger Eigentümer ist die Bundesrepublik, zum Zwecke des Lohndumpings Tochtergesellschaften gründet. Hier wurde viel Energie und Geld verbraucht, um die Gesetzesvorgaben zum Betriebsübergang auszuhebeln. Sogar der funktionierende Fahrplan wurde dem Marktwahn geopfert. Die Leidtragenden sind die Fahrer und die Kunden. Ich verstehe nicht, wie der Kreistag einen Zehn-Jahresvertrag abschließen konnte, ohne die Leistungsfähigkeit des Anbieters zu prüfen. Da die Südwest Mobil zum Zeitpunkt der Ausschreibung weder über Fahrzeuge noch Fahrer verfügte und diese zum jetzigen Zeitpunkt immer noch nicht ausreichend hat, sollte der Kreistag diesen Vertrag kündigen. Wenn man die unnötigen Kosten für den neuen Betriebshof, die Tankstelle, die Sozialräume, Fahrplan und das Umlackieren der Busse addiert und bundesweit hochrechnet, kann man verstehen, dass sich die „Konzernumbaukosten“ in diesem Jahr auf 700 Millionen summieren (RHEINPFALZ vom 3. Dezember, Seite 4). Kein Wunder, dass kein Geld für Schienen, Bahnhöfe, leisere Güterwaggons und vieles mehr vorhanden ist.