Rheinpfalz leserbrief:

Was daran falsch sein soll, wenn man wie Stephan Wernli in der Generalversammlung der FWG Waldfischbach-Burgalben feststellt, dass Jörg Prokein die Gemeinde und ihre Bürger(innen) mit seinem überraschenden Rücktritt drei Wochen vor der wichtigsten Aufgabe seiner bisherigen Amtszeit, der Organisation des Bruchwiesenfests, vor erhebliche Probleme gestellt hat, kann man wohl nur verstehen, wenn man die Angelegenheit nicht objektiv, sondern durch die CDU-Parteibrille sieht. Und wie viel an Vorbereitungsarbeit zu diesem Zeitpunkt wirklich bereits geleistet war, sollte man vielleicht die Mitglieder des Arbeitskreises und die Ortsbürgermeisterin fragen, die kurzfristig und mit erheblichem persönlichen Einsatz das Fest doch noch zu einem Erfolg haben werden lassen. Wenn der CDU-Ortsverband darüber hinaus den Eindruck hat, „dass die FWG immer wieder versucht, zu polarisieren und den Rat in Lager zu spalten“, so bezieht sich dies wohl darauf, dass diese es „gewagt“ hat, bereits zweimal dem Anspruch der CDU, sie habe aufgrund ihrer Fraktionsstärke ein Recht auf das Amt des ersten Beigeordneten, entgegenzutreten und eigene Kandidaten mit einem entsprechenden fachlichen Hintergrund zur Wahl zu stellen. Dementsprechend ist der Eindruck der CDU, die FWG sehe sich „als die kritische Instanz der Kommunalpolitik“, sicherlich nicht falsch. Falsch ist es dagegen, ihr aufgrund des Lobes von Stephan Wernli für die Arbeit der neuen Ortsbürgermeisterin, Frau Henne, eine „unkritische Haltung“ zu unterstellen. Vielmehr ist dieses Lob nur die Reaktion auf die erheblichen positiven Unterschiede in der bisherigen Amtsführung von Frau Henne im Vergleich zu ihrer von der CDU gestellten und bis zuletzt unterstützten Amtsvorgängerin.