Rheinpfalz Lehrerin für sie ein Traumberuf

Ihren Lehrerberuf hat sie nie als Arbeit, sondern als Hobby empfunden: Gestern Vormittag wurde Elke Wingertszahn, die langjährige Leiterin der Grundschule Lauterecken, in die passive Phase der Alterszeit verabschiedet. Schüler und Lehrerkollegium gestalteten die Feier, zudem wurden Geschenke überreicht.
Schon als kleines Mädchen habe für sie festgestanden, welchen Beruf sie einmal ergreifen möchte. „Was muss ich machen, um Lehrerin zu werden?“, habe sie in der ersten Schulwoche ihre Klassenlehrerin gefragt, erinnerte sich die scheidende Schulleiterin. Ihr Berufsziel habe zielstrebig verfolgt und stets viel Freude daran gehabt. Jutta Thelen, Leiterin des Referats Grundschule bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier, beschrieb die Laufbahn Elke Wingertszahns. Nach der Volksschule wechselte sie 1964 an das Gymnasium Meisenheim, wo sie die Hochschulreife erwarb. Von 1972 bis 1975 studierte sie an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule in Landau. Ihr Referendariat war an der Grundschule Lauterecken. Zehn Jahre war sie als pädagogische Fachkraft an der Heimsonderschule für geistig Behinderte in Meisenheim tätig, ehe sie eine Anstellung als Lehrerin an der Grundschule Monzingen fand. 1992 wechselte sie an die Grundschule St. Julian, vier Jahre später an die Grundschule Lohnweiler-Heinzenhausen, wo sie 2000 zur Schulleiterin ernannt wurde. Zwei Jahre später wurde diese mit der Grundschule Lauterecken zusammengelegt. Im Schuljahr 2010/2011 war die nächste Zusammenführung zu bewältigen, denn die Grundschulen Grumbach-Hoppstädten und Odenbach wurden geschlossen. Ein Jahr später wurde die Ganztagsschule in Lauterecken eingeführt. In all der Zeit habe Wingertszahns Verantwortungsbewusstsein, Beharrlichkeit, Engagement und Empathie dazu beigetragen, diese Aufgaben zu bewältigen, sagte Thelen. Bürgermeister Egbert Jung, Elternsprecher Andreas Distler und die Vorsitzende des Schulfördervereins, Anja Fritz, überbrachten Glückwünsche. Jutta Thelen teilte mit, die Nachfolge der Schulleiterin stehe fest, wollte aber keinen Namen nennen. (say)