Rheinpfalz Laufen für die Ärmsten
Von einem Spendenergebnis wie im vorigen Jahr geht das Organisationsteam des Hungermarsches der Pfarrei Maria Königin aus, der gemeinsam mit den Pfarreien Thaleischweiler-Wallhalben und Waldfischbach-Burgalben veranstaltet wurde. „Wir erwarten wieder einen Betrag von rund 7500 Euro“, teilte Josef Cronauer (Clausen) mit.
Die Veranstaltung am Sonntag begann mit einem Gottesdienst in der Kirche Seliger Bernhard, Rodalben, mitgestaltet vom Kirchenchor und einem Projektchor. Nach dem Gottesdienst versammelten sich Laufwillige um Thomas Durm, der die Führung auf der sechs Kilometer langen Rundtour übernahm. Los ging es in Richtung Heide hin zum Clauser Tal und zurück. Derweil hatten Helfer im Pfarrsaal, wo sich der Gruppe auch einige Nichtwanderer anschlossen, das Mittagessen gerichtet. Es gab Minestrone, belegte Brötchen, Kaffee und Kuchen. Drei Projekte sollen mit dem Erlös des Hungermarsches unterstützt werden. Die Spenden werden aufgeteilt auf Projekte in Indien (Kaplan Andrew), Kenia (Pfarrer Leiner) und auf den Philippinen (Thomas Neuberger). Die Indienhilfe, für die sich die Frauengemeinschaft von St. Josef, Rodalben, besonders einsetzt, fördert Kinder aus ärmsten Familien in der Heimatpfarrei von Kaplan Andrew. Die Kinder erwerben in der Schule, die er selbst hat bauen lassen, einen Abschluss, um einmal durch Bildung aus der Armut herauszukommen. Auch das Kenia-Projekt, für das Pfarrer Manfred Leiner, Thaleischweiler-Wallhalben, eintritt, ermöglicht Kindern schulische Bildung. Außerdem können 60 Kleinkinder dank der Fördermittel des Projekts einen Kindergarten besuchen. Das Projekt trägt ebenfalls dazu bei, ein Hospital zur ambulanten Krankenversorgung zu unterhalten. Das Schulprojekt des lothringischen Paters Tritz in Manila auf den Philippinen, für das sich Thomas Neuberger, Merzalben, einsetzt, eröffnet Kindern und Jugendlichen durch Bildung und Ausbildung eine Perspektive und leistet Hilfe zur Selbsthilfe für ihre Familien und für Gemeinden. Die Hungermarsch-Wandergruppe sei zwar mit den Jahren kleiner geworden, aber solange sich die Aktion lohne, so Josef Cronauer, setze das Organisationsteam seine Arbeit fort. 7500 Euro nannte er „ein hervorragendes Ergebnis“. Erfahrungsgemäß stockten Spender das Sammelergebnis im Nachhinein nochmals auf. Info Nachträglich können Spenden noch überwiesen werden auf das Hungermarsch-Konto bei der Sparkasse Südwestpfalz: IBAN DE82 5425 0010 0040 0100 01.