Kultur Südpfalz Landau: Was die Büchereitage im zweiten Halbjahr bieten

Für das zweite Halbjahr hat die Landauer Stadtbibliothek für ihre Büchereitage ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Vom 22. August bis zum 29. November gibt es ein Improvisationstheater, eine Ausstellung, Poetry Slam, Lesungen und Buchpräsentationen.
Damit wolle die Bücherei auch Besucher anlocken, die keine regelmäßigen Nutzer sind, sagte Bürgermeister Maximilian Ingenthron bei der Präsentation durch die Leiterin Amelie Löhlein. Auftakt ist am 22. August, 20 Uhr, mit dem Improvisationstheater Wer, wenn nicht 4 mit seinem „Bücherimpro“. Zu Stichworten aus dem Publikum – Buchtiteln, Satzanfängen, oder Zitaten – lassen die Schauspieler spontan ihre Geschichten auf der Bühne entstehen.
Vom 5. bis 21. September soll die Ausstellung „Suizid – Keine Trauer wie jede andere“ das Thema ins öffentliche Bewusstsein bringen und enttabuisieren. Sie wird konzipiert in Zusammenarbeit mit dem Bündnis gegen Depression Landau-Südliche Weinstraße und der Agus-Selbsthilfegruppe Edesheim.
Autor Wolfgang Diehl präsentiert am 26. September, 20 Uhr, sein Buch „Max Slevogt zum 150. Geburtstag – Der Künstler, Neukastel, Leinsweiler und die Pfalz“. Der Kunsthistoriker hat neben Slevogts Aussagen über seine Kunst auch zeitgenössische Stimmen aufgenommen, die das Schaffen, die Persönlichkeit und die Lebensumstände des Künstlers umfassend beleuchten.
Am 10. Oktober, 20 Uhr, schließt sich eine weitere Lesung in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Verein der Pfalz an. Zu ihrem 30-Jährigen servieren Mitglieder und Freunde der Heidelberger Autorengruppe Die Literatur Offensive ihrer Jubiläumsanthologie „angerichtet und aufgetischt“. Sie erzählt vom Schicksal gekochter Rippchen, von den Folgen einer lukullischen Werbeunterbrechung und von den Umständlichkeiten bei der Getränkeauswahl.
Zum Dichterwettbewerb lädt die Landauer Stadtbibliothek am 24. Oktober, 20 Uhr, wenn der Landauer Poetry Slam zum dritten Mal zu Gast ist. Schüler und Studenten veranstalten regelmäßig diesen La Slam, um regionale Künstler zu unterstützen und noch mehr Slam-Kultur in die Universitätsstadt zu bringen.
In Zusammenarbeit mit der Landauer Tibet-Initiative präsentiert die Stadtbibliothek am 8. November, 19 Uhr, unter dem Titel „Geheimnisvoller Himalaya“ Eindrücke aus dem Dolpo. Das Dolpo ist der entlegenste und zugleich größte Distrikt im Nordwesten Nepals an der Grenze zu Tibet. Das „Innere Dolpo“ ist nur durch Überquerung von mehr als 5000 Meter hohen Pässen zu erreichen. Dolpo Tulku Rinpoche spricht vor Bildern seiner Heimat über Kultur, Sitten und Traditionen der Bewohner. Rinpoche spricht Englisch, sein Vortrag wird ins Deutsche übersetzt.
Einen Bücherflohmarkt gibt’s am 16. November von 9 bis 13 Uhr: ein halbes Kilo Bücher für nur 1 Euro. Und den Abschluss der Büchereitage bildet am 29. November, 19 Uhr, die Präsentation des Buchbands „Geheimnisvolles Landau“ mit Verleger Markus Knecht und Oberbürgermeister Thomas Hirsch. Die beiden Bildbände über Landau „Ein Bild von einer Stadt“ (2011) und „Rund um Landau“ (2016) werden im Oktober um diesen Band „Geheimnisvolles Landau“ erweitert. Er soll nach Mitteilung der Stadt zeigen, dass sich Landau in einem rasanten Wandel befindet und sich dennoch ihre städtebauliche Einzigartigkeit bewahrt. Neubauten kommen darin genauso vor wie jahrhundertealte Details.