Kultur Südpfalz Kulturnotizen: Gezupftes in der Wendelinuskapelle

Klangraritäten auf Zupfinstrumenten und Mandolinenspielkunst auf höchstem Niveau präsentieren die Mitglieder des Ensemble Hikari (=Licht) am kommenden Sonntag ab 17 Uhr in einem Serenadenkonzert in der Wendelinuskapelle in Essingen. Das Ensemble ist im Sommer 2013 von Denise Wambsganß, Yasuyoshi Naito (beide Mandoline) und Michael Schwitzke (Gitarre) gegründet worden. Weitere Mitglieder sind Hirotaka Nosaki (Mandola) und Leo Ruf (Percussion). Das deutsch-japanische Ensemble widmet sich dem internationalen musikalisch-kulturellen Austausch und möchte in Deutschland unbekannte Originalwerke für Zupf-ensemble vorstellen, insbesondere auch solche japanischer Komponisten. In seinem Konzert verbindet das Ensemble virtuose italienische Serenadenmusik aus der Blütezeit der romantischen Mandoline mit der Vielfalt zeitgenössischer japanischer Originalwerke für Zupfinstrumente. Eintritt: zwölf Euro, reduziert neun Euro. Kartenvorverkauf und Reservierung unter Telefon 06347 1204 oder per E-Mail an info@zupforchester-essingen.de. Weitere Infos: www.mandoline.org. Mit seinem Stück „Soko Baure-Cop“ ist das Komiker-Duo Spitz & Stumpf am Sonntag um 18 Uhr im Weingut Stefan Kuntz in Landau-Mörzheim zu Gast. Sie ermitteln in Sachen Trauben-Klau, mit Friedel Spitz als Security Adviser Consulter, dem vom fehlenden Geländer am Bürgermeisteramt bis zur ausgetretenen Stufe im Weinkeller nichts entgeht. Und dann steht auch noch im Dorf die 1250-Jahr-Feier an. Nacheinander schließen die beiden systematisch alle Sicherheitslücken, und dabei schießen sie natürlich über das Ziel hinaus. Karten gibt es im Vorverkauf über www.reservix.de oder bei Spitz & Stumpf unter Telefon 06321 33499. Infos im Netz unter www.spitzundstumpf.de. Der Landesverband Deutscher Sinti und Roma lädt für kommenden Samstag um 20 Uhr zum Konzertabend Gypsy-Saitenspiele mit den beiden Nachwuchsbands Julio Weiss Quartett und Winterstein Sintett ins Landauer Haus am Westbahnhof ein. Dabei steht der legendäre Gitarrist Django Reinhardt im Mittelpunkt des Programms. Deshalb steht die Gitarre im Mittelpunkt, gespielt von Julio und Jasin Weiss aus Landau, die von den erfahrenen Musikern Jensi Reinhardt auf der Geige und Bobeye Reinhardt auf dem Kontrabass begleitet werden. Sie alle sind von der lokalen Sinti-Musik-Szene, wo viele Familienmitglieder seit Generationen musizieren, ausgebildet worden und lassen den ursprünglichen Gypsy-Swing in der klassischen Besetzung aufleben. Im Winterstein Sintett aus Würzburg gibt es die fünf Gitarren von der Musikerin Nucki, von Dino, Ditto und Sancho Winterstein sowie Mano Guttenberger. Am Kontrabass spielt Simon Ort und die Sängerinnen Lateefah und Jamira Windgassen bereichern die Jazz-Stücke von Django Reinhardt mit Chansons und traditionellen Liedern der Sinti. Die einstige Schülerband hat inzwischen eine CD produziert: „Mug De Djal“ oder „Lass es Krachen“. Das Konzert ist eine Veranstaltung im rheinland-pfälzischen Kultursommer. Der Eintritt kostet zwölf Euro, ermäßigt zehn. Infos unter www.wintersteinsintett.wordpress.com. Unter dem Motto „Zu Tisch!“ widmet sich die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 dem Thema „Genuss“ zur Feier des Essens als Kulturgut. Aus diesem Grund werden vor der Max Slevogt-Galerie der Villa Ludwigshöhe in einer kleinen Schau ausgewählte Exponate aus den reichen Beständen der Landessammlung präsentiert. Es handelt sich – wie zum Beispiel bei den Objekten aus den Westerwälder Werkstätten Balzar-Kopp und Mühlendyck (um nur einige zu nennen) – überwiegend um Gebrauchsgegenstände des tradierten Formenkanons. Daneben wird exemplarisch ein Einblick in die Entwicklung vom Gefäß zur freien Form in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ermöglicht. Die Kunsthistorikerin Ingrid Vetter bietet vor diesem Hintergrund Führungen an, die sich auf einen ausgewählten Aspekt oder eine spezielle keramische Technik beziehen. Der nächste Termin am Mittwoch, 12. September, 15.15 Uhr, widmet sich „Tafelfreuden – real und symbolisch“.