Kultur Südpfalz Kulturnotizen: Auris Quintett auf der Burg Trifels

Das junge Auris Quintett spielt ein Villa-Musica-Konzert am kommenden Samstag ab 20 Uhr auf Burg Trifels in Annweiler. Mozarts Andante in F-Dur, KV 616, wurde eigentlich für die Orgel geschrieben, doch auch für den Vortrag eines Bläserquintett eignet sich das Werk vorzüglich. Die fünf jungen Meisterbläser von der Musikhochschule Köln sind Stipendiaten der Villa Musica und haben ihre Kunst in fünf verschiedenen Ländern erlernt: Flötist Edwin Reinhard Rist ist geborener New Yorker, Oboist Christopher Koppitz stammt aus Portugal. Neben dem spanischen Klarinettisten Federico Kurtz musizieren die deutsche Hornistin Rosa Salomé Schell und der Japaner Ujeong Kim am Fagott. Auf dem Programm stehen das Bläserquintett g-Moll, op. 56,2, von Franz Danzi sowie drei kurze Stücke von Jacques Ibert. Nach der Pause erklingen „Le tombeau de couperin“ von Maurice Ravel und Carl Nielsens Bläserquintett, op. 43. Informationen und Tickets gibt es im Büro für Tourismus Annweiler, Telefon 06346 2200, und bei Villa Musica, Telefon 06131 9251800 (www.villamusica.de). Der lange an der Karlsruher Musikhochschule lehrende Martin Ostertag und sein Klavierpartner Oliver Triendl, der bei allen Landauer Meisterkonzerten in dieser Saison den Klavierpart übernimmt, erinnern mit einer hörenswerten CD (Tyxart TXA 160078, über Note 1 ) an das Schaffen für Cello und Klavier von Robert Fuchs (1847-1927). Außer seinen Serenaden ist von Fuchs heutzutage kaum etwas mehr in Erinnerung geblieben. Die Sonaten op. 29 und 83 sowie die Phantasiestücke op. 78 verleugnen ihre Brahms-Nähe zwar nicht, Fuchs ist aber dennoch kein Epigone. Mit vielen Ideen schrieb er Musik voller Einfallsreichtum. Mit sonor ausschwingendem, farbenreichem Ton widmet sich Ostertag der für Cellisten dankbaren Musik, die auch in der zweiten Sonate von 1909 ganz der Romantik verpflichtet bleibt. Bei den Phantasiestücken zeigt sich Robert Fuchs zudem als geschickter Miniaturist. Oliver Triendl, dessen Diskografie eine kaum mehr zu überblickende Zahl von Ausgrabungen umfasst, ist ihm dabei ein manuell tadelloser, gleichgestimmter Partner am Flügel. Die Band Ultimo steht am Freitag ab 20.30 Uhr bei der TSG Jockgrim auf der Stadionbühne. Die dreizehn Musiker spielen Klassiker der Soulgeschichte bis hin zu aktuellen Chartsongs. Karten gibt es im Vorverkauf bei der VR Bank, der Sparkasse und an der Abendkasse.