Rheinpfalz Knapp 90 000 Euro Fehlbetrag

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Besondere Investitionen stehen in der Gemeinde Niederalben in den kommenden beiden Jahren nicht auf dem Programm. Dies wurde bei der Haushaltsberatung des Gemeinderates am Dienstag deutlich. Außerdem ging es um die Flurbereinigung und einem Radweg.

Für das aktuelle Jahr werde im Ergebnishaushalt ein Fehlbetrag von knapp 90.000 Euro erwartet, erläuterte Inge Naujok von der Verbandsgemeindeverwaltung Altenglan. Für das kommende Jahr rechnet die Sachbearbeiterin mit einem Minus von knapp 65.000 Euro. Der höhere Fehlbetrag 2017 sei einem Posten von 24.000 Euro geschuldet, der für die mögliche Reparatur des Gemeindelagers vorgehalten werde. Der Sockel an dem ehemaligen Raiffeisen-Gebäude weist nach Angaben von Ortsbürgermeister Andreas Hübsch einen längeren Riss auf. Ebenfalls vorsorglich wurden für die Erweiterung von Parkplätzen am Friedhof 13.000 Euro berücksichtigt. Im kommenden Jahr beteilige sich das Dorf mit 11.000 Euro an der Breitbandversorgung des Landkreises, die Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung schlage mit 22.000 Euro zu Buche. Der Kreditbedarf für Investitionen liege aktuell bei 18.400 Euro, im kommenden Jahr seien es gut 39.000 Euro. Das negative Eigenkapital werde voraussichtlich die halbe Million zum Ende dieses Jahres überschreiten. Der Rat beschloss den Haushaltsplan bei zwei Enthaltungen. Im Zuge der Flurbereinigung soll der Weg „Rohrbach“ ausgebaut werden. Auf die Ortsgemeinde komme dabei ein Eigenanteil von rund 22.500 Euro zu, hieß es weiter. Im nicht-öffentlichen Teil sprachen sich die Ratsmitglieder nach Informationen von Hübsch dafür aus, das Geld aus vorhandenen Rücklagen zu verwenden. Hübsch zufolge ist der Ausbau noch in diesem Jahr geplant, um in den Genuss eines Zuschusses in Höhe von 85 Prozent zu gelangen. Der Ortsbürgermeister informierte über Gespräche mit der Nachbargemeinde Rathsweiler über den Glan-Blies-Radweg. Er hatte den Nachbarn im Zuge der Flurbereinigung einen Grundstückstausch vorgeschlagen. Dies hatte den Gemeinderat in Rathsweiler zunächst jedoch nicht überzeugt, denn in dem bisher zu Niederalben gehörenden Grundstück befindet sich eine reparaturbedürftige Brücke. Niederalben jedoch habe zuvor schon viel Geld in den Radweg investiert, erinnerte Hübsch. Weil der Weg offenbar hauptsächlich für Rathsweilerer Bürger wichtig ist, seien die Nachbarn mit dem Flächentausch nun gut beraten, sagte er. Andernfalls müsse der Weg womöglich gesperrt werden. In der Einwohnerfragestunde ging es um das Thema Friedhof. Eine Bürgerin wollte wissen, ob die Gemeinde eine Art Entschädigung für ein abgelaufenes Doppelgrab zahlen könne. Das Grab ist bisher nur einmal besetzt. Die Familie habe sehr viel Geld für Einfassung und Stein gezahlt, argumentierte die Frau. Die Ratsmitglieder sahen jedoch keine Möglichkeit, der Einwohnerin entgegenzukommen. Man müsse sich an die Friedhofssatzung halten, stellte Hübsch klar. Einfassungen und Stein könnten jedoch wieder verwendet werden. Dies spare Kosten, empfahl der Ortsbürgermeister.

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