Eisenberg „Kein Opfer werden“
«Eisenberg.» Zu einem Vortrag mit dem Thema „Ich mach Internet – Digitalisierung im Unternehmen und Alltag“ lädt die Verbandsgemeinde Eisenberg in Kooperation mit der Volkshochschule Donnersbergkreis am heutigen Dienstagabend ein. Julia Helwig hat mit der Organisatorin der Veranstaltung und der Projektkoordinatorin Julia Steingaß gesprochen. Diese leitet das Projekt „Digitale Dörfer“, welches sich noch bis 2019 mit künftigen Digitalisierungsmöglichkeiten und einer besseren Vernetzung befasst.
Digitalisierung ist ein breites Feld und lässt sich nur schwer in wenigen Sätzen zusammenfassen. Generell geht es dabei darum, Prozesse zu vereinfachen und auch Arbeitsabläufe zu optimieren. Für ein Unternehmen kann Digitalisierung beispielsweise bedeuten, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln oder zu erweitern. Dabei denke ich unter anderem an Onlineshopping. Zudem ist eine bessere Vernetzung möglich. In Privathaushalten können beispielsweise technische Geräte miteinander vernetzt werden. Da ist ganz vieles möglich. Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf unser Leben und in wie weit werden wir dadurch vielleicht auch beeinflusst? Die Digitalisierung beeinflusst unsere Arbeit und den Alltag und jeder kommt in Kontakt mit den neuen Strukturen. Ob wir das als positiv oder negativ betrachten, hängt von jedem selbst ab. Ich persönlich finde, sie kann als Chance für eine Weiterentwicklung genommen werden. Sie fördert eine neue Art von Kommunikation. Smartphones und soziale Medien sind heute nicht mehr wegzudenken. Aber auch Apps erleichtern uns den Alltag. Und die Gesellschaft – erwartet diese von uns, dass wir mitmachen? Nein, das glaube ich nicht. Es kommt immer darauf an, ob man sich diesem Thema offen zeigt, oder dies ablehnt ohne sich mit den Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, befasst zu haben. Das Wichtigste ist, dass man aufgeklärt ist, aber auch die Risiken kennt, um kein Opfer zu werden. Dann kann man selbst entscheiden und gegebenenfalls seine Meinung begründen. Welche Chancen aber auch Nachteile hat Ihrer Meinung nach die zunehmende Digitalisierung in den unterschiedlichen Bereichen? Die Vorteile bestehen, wie bereits schon erwähnt, in einer besseren Vernetzung. Vereine und Firmen können schneller und unkomplizierter miteinander kommunizieren. Auf das Projekt „Digitale Dörfer“ bezogen, das in den Verbandsgemeinden Eisenberg und Göllheim noch bis 2019 läuft, haben wir eine App entwickelt. Privatpersonen können sich austauschen und haben somit eine Stimme. Das macht die Digitalisierung möglich. Generelle Nachteile sehe ich lediglich darin, dass Menschen, die sich gar nicht mit diesem Thema beschäftigen, schnell den Anschluss verlieren und nicht mitreden können. Deshalb ist es wichtig, sich zu informieren – egal ob man die Digitalisierung befürwortet oder nicht. An wen richtet sich die Veranstaltung? Unser Vortrag richtet sich an alle, die Interesse haben und sich mit diesem Thema auseinandersetzen möchten. Die digitale Vernetzung, Internetpräsenz, Sicherheit im Internet und der richtige Umgang mit Internetsuchmaschinen werden unter anderem angesprochen. Auch der Datenschutz, der enorm wichtig ist und jeden betrifft, der im Internet unterwegs ist, wird thematisiert. Termin Der Vortrag „Ich mach Internet – Digitalisierung im Unternehmen und Alltag“ findet am heutigen Dienstag, 18.30 Uhr, im Thomas-Morus-Haus, Jakob-Schiffer-Straße 17, in Eisenberg statt. Die Referenten sind Martin Graeber und Steffen Haffner von der Firma kamaste.it in Göllheim. Eine Anmeldung für die kostenlose Veranstaltung ist nicht notwendig.