Rheinpfalz Körperverletzung: Hiebe am Bahnhof und in der Disko

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ST. WENDEL. Fäuste sind am frühen Sonntag und am Montagabend in St. Wendel geflogen – am Bahnhof sowie in einer Diskothek. Die Polizei berichtete gestern von gleich mehreren Körperverletzungs-Delikten. Zwei Täter sind bekannt, nach dem dritten wird noch gefahndet.

Am schlimmsten hat es der noch Gesuchte betrieben: Nach Polizeiangaben hatte er so lange auf die untere Gesichtspartie eines 22-Jährigen eingeschlagen, bis dessen Unterkiefer bracht. Passiert war es in der St. Wendeler Diskothek „Flash“ am frühen Sonntagmorgen. Gegen 4.15 Uhr soll der Schläger losgelegt und dabei noch Verstärkung gehabt haben: Das Opfer hatte sich zu einem Türsteher flüchten müssen, als ihn drei Komplizen des Täters verfolgten. Der Gesuchte ist laut Polizei ein Mann Mitte 20 südländischen Typs. Er soll kurze schwarze Haare und dunkle Augen haben. Bekannt sind die Personalien der beiden Täter, die am Montagabend in der Unterführung am Bahnhof einen Mann und eine Frau verletzt, später noch einen weiteren Mann attackiert haben. Wie die Polizei dazu mitteilt, hatten sich die beiden Männer – 17 und 19 Jahre alt – zunächst einen 18-Jährigen ausgesucht: Ihm entrissen sie gegen 20 Uhr die Wollmütze, woraufhin es zu einem Wortgefecht kam. Danach aber griff das Duo zu handfesteren Argumenten: Der 17-Jährige soll den 18-Jährigen am Hals gepackt und ihm mit der Faust auf den Mund geschlagen haben. Das Opfer ging mit aufgeplatzter Lippe zu Boden. Einstecken musste auch eine Frau, die eigentlich nur schlichten wollte. Einer der Täter schleuderte ihr eine gefüllte Plastikflasche derart heftig gegen die Brust, dass es auch der Frau den Boden unter den Füßen wegzog. Sie musste ihm Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei schnappte die beiden Männer in der Innenstadt. Aber kaum waren ihre Personalien aufgenommen und sie wieder aus der Dienststelle ins Freie befördert, legten sie erneut los. Ein 54-Jähriger erstattete Anzeige, weil ihn die zwei Männer attackiert, ihn bedroht und zudem auch noch getreten hätten. Die Ermittlungen laufen noch. |cha

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