Rheinpfalz „Können ja Abstrich machen“

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Pferdehalter sind verpflichtet, „Pferdeäpfel (Kot) auf Wirtschafts- und Waldwegen unverzüglich zu beseitigen“, stand jetzt im Amtsblatt der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben bei mehreren Orten, darunter auch Rieschweiler-Mühlbach. Hintergrund sind dort laut Bürgermeister Heino Schuck mehrere Fälle, bei denen die Hinterlassenschaften von Pferden einfach liegen blieben.

„Wer Dreck macht, der macht ihn auch weg.“ Auf diese griffige Formel bringt Schuck das Problem rund um die Pferdeäpfel. Der Bürgermeister berichtete von „zwei, drei Fällen“ in der jüngeren Vergangenheit, bei denen Spaziergängern Pferdeäpfel negativ aufgefallen waren. Betroffen waren Wirtschafts- und Waldwege oberhalb des Neubaugebiets „Im Flur“ im Ortsteil Rieschweiler, aber auch in einem Fall die Bahnhofstraße. Dort habe das Zusammenspiel von Pferdeäpfeln, Regen und Autoreifen ein unansehnliches Gemisch produziert. Er sei von einigen Leuten angesprochen worden und sah Handlungsbedarf, die Sachlage noch einmal öffentlich zu erläutern, sagt Schuck. Er will daraus aber keinen Staatsakt machen. „Es war jetzt einmal im Amtsblatt, die Betreffenden schreiben sich das hinter die Ohren, damit ist die Sache erledigt.“ Zudem, unterstreicht Schuck, gebe es im Ort genug Pferdehalter, die Pferdeäpfel sofort beseitigten. Allerdings, berichtet Schuck, sorgten auch die Ausscheidungen weitaus kleinerer Tiere immer wieder für Ärger. Die Gemeinde sei das Problem der Hundehaufen in den vergangenen Jahren angegangen. So wurden im Ortsgebiet etwa 15 Behälter zur Entsorgung von Hundehaufen aufgestellt. Es gibt drei Varianten: Tütenspender, Mülleimer sowie eine Kombination aus beidem. „Die Dinger sind ihr Geld wert. Wir hatten noch keinen Schadensfall“, berichtet Schuck von den auffallend grün lackierten Vorrichtungen. Mittlerweile gibt es eine Landkarte, auf der die Standorte der Behälter und Tütenspender eingezeichnet sind. „Die Karte geht den Hundehaltern demnächst mit dem Steuerbescheid zu“, kündigt Schuck an. Es gebe zwar immer noch Beschwerden über Hundekot entlang des Radwegs, aber es seien weniger geworden, sagt Schuck. „Es ist für uns einfacher, zweimal die Woche die Behälter zu leeren als immer komplett Gehwege und Straßen zu reinigen.“ Er berichtet aber auch von einem Einzelfall, der ihn immer wieder beschäftige. Am Dorfgemeinschaftshaus in Höhmühlbach ist dem Bürgermeister ein hartnäckiger Verschmutzer aufgefallen, der immer wieder größere Haufen dort hinterlasse. Den Unbekannten zur Ordnung zu rufen, würde er sich sogar etwas kosten lassen. „Wir können ja einen Abstrich machen und dann schauen, wer es war“, sagt Schuck, für den − das wird im RHEINPFALZ-Gespräch deutlich − das achtlose Zurücklassen von Hundehaufen ein ernstzunehmendes Problem und großes Ärgernis bedeutet. Pro Jahr nimmt Rieschweiler-Mühlbach laut Schuck rund 8000 Euro an Hundesteuerbeiträgen ein. Eine Summe, die Schuck gern in die Landschaftspflege stecken will. |bld

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