Kultur Südpfalz Jetzt singen sie live

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„Breakfast in America“, „Dreamer“ oder „Give a little bit“: Die Erfolgshits und Musik der britischen Rocklegende von Supertramp klingen noch vielen Fans der Band in den Ohren. Vielleicht gerade deshalb waren viele Musicalfans neugierig auf „2 Tage im Hinterhof“, das große Experiment von „Performing Art“ vom Karnevalsverein „Die Sandhasen“ aus Billigheim-Ingenheim.

Das Ensemble mit Regisseurin Nicole Scherthan hat zehn Jahre lang mit Playback-Musicals bei Sommernachtsgalas begeistert. Von ihrem Wunsch etwas Neues zu wagen, nämlich live zu singen, konnte die 46-Jährige ihr gesamtes Team überzeugen. Ein Jahr wurde intensiv geprobt. Der Erfolg gibt ihr Recht: „2 Tage im Hinterhof“, das Musical von Autor Manfred Horn mit Musik von Supertramp, begeisterte das Publikum. Das stimmte begeistert in das Schlusslied „Zu Hause“ von Adel Tawil ein. Ein roter Teppich führt die Musicalbesucher in den Bürgersaal in Billigheim-Ingenheim, bevor 30 Akteure auf der Bühne mit fetzigen Songs, witzigen Dialogen und akrobatischen Tänzen begeistern. Tanzerfahren sind die Mitglieder von „Performing Art“, agieren die meisten von ihnen doch seit Jahren auf der närrischen Rostra bei den Tanzgruppen. Was allerdings den Gesang angeht, waren bis vor kurzem fast alle Laien, bis Katharina Schweitzer, ausgebildete Chorleiterin und Mitglied der südpfälzischen Band „Lautlos“, das Gesangscoaching übernahm. Text- und vor allem tonsicher entführte die „Musicalstars“ in das Milieu im Hinterhaus, wo leichte Mädchen und Freier ihren Platz ebenso haben wie Restaurantbesucher und Mari (Lea Schimanski) mit ihren Freundinnen. Marie, die Tochter der alleinerziehenden Putzfrau Helga Krause (Nicole Scherthan), verliebt sich in Costa (Pascal Huber), den Sohn des griechischen Restaurantbesitzers Papadopolus (Heiko Defieber). Die Probleme sind vorprogrammiert, vor allem weil Maries arbeitsloser und krimineller Bruder Jens (Nadine Spritzfaden) und seine Freunde fremdenfeindlich gesinnt sind. Nach Irrungen und Wirrungen kommt es letztendlich doch zum Happy End. Einfühlsame Songs der Solisten und des Chors sowie die flotten und mitunter akrobatischen Tänze wurden begleitet durch wunderbare Lichteffekte (Technik: Philip Stahl und Sebastian Glaser). Nicole Scherthan versprach ihrem Publikum: „In zwei Jahren sehen und hören wir uns wieder – bei ,Dracula – dem Grusical!’“ Info Für die Aufführung am Freitag, 14. Oktober, um 20 Uhr gibt es noch Restkarten an der Abendkasse oder telefonisch bei Nicole Scherthan 06349 990263. |chf

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