Rheinpfalz In den Ferien kommen die Maurer

Gibt es eine Möglichkeit, anerkannte Asylbewerber, denen das Job-Center keine Beschäftigungsmöglichkeit anbieten kann, weiter in den Kommunen zu beschäftigen, bis sie ein Job-Angebot haben? Diese Frage warf gestern Anna-Silvia Henne (SPD) bei der Sitzung des Kreisausschusses auf.
Hintergrund der Frage ist, dass mittlerweile der Asylstatus einiger Flüchtlinge anerkannt ist. Einige würden gerne in der Region bleiben. Mit anerkanntem Asylstatus ist das Job-Center verantwortlich für den weiteren beruflichen Weg der Bewerber. Das bringt Probleme mit sich. Als Beispiel nannte Henne den Fall einer Frau, deren Asylantrag anerkannt wurde. Das Job-Center könne ihr derzeit keine Beschäftigungsmöglichkeit anbieten. Die Frau habe während der Zeit, in der ihr Antrag bearbeitet wurde, im örtlichen Kindergarten geholfen. Das dürfe sie nun nicht mehr. „Es ist sehr schwierig. Die Menschen waren jetzt schon an den Acht-Stunden-Rhythmus gewöhnt, dürfen jetzt nichts mehr tun“, zeigte Henne die Problematik auf. Die Frage sei, ob es möglicherweise Programme gebe, die erlaubten, dass die betroffenen Personen so lange in den Kommunen weiterbeschäftigt werden, bis sich berufliche Möglichkeiten für sie ergeben. Das sei leider nicht möglich, sagte Landrat Hans Jörg Duppré zur aktuellen Situation. Bernd Schumacher (Grüne) wollte wissen, ob es angesichts der zunehmenden Unwetter- und damit verbundenen Hochwassergefahr nicht notwendig sei, die Katastropenschutzpläne des Kreises zu überprüfen, gegebenenfalls anzupassen. Duppré entgegnete, die Pläne seien auf dem neuesten Stand. Der Kreis ist in das Katwarn-System eingebunden, das jedem Bürger ermöglicht, sich via dieser App aktuell über mögliche Bedrohungslagen zu informieren. Vor jedem angekündigten Unwetter in den vergangenen Wochen habe er Kontakt mit dem Kreisfeuerwehrinspekteur und den Bürgermeistern in den Gemeinden gehabt, die laut Prognosen von Unwettern hätten getroffen werden können. Den Bürgermeistern habe er zugesichert, dass der Katastrophenschutz im Kreis vorbereitet sei. Für 50.600 Euro wird die Firma Bauschutz GmbH (Bobenheim-Roxheim) die Wandsockel in der Tiefgarage der Kreisverwaltung sanieren. Die Pfeiler wurden bereits saniert. Erhöhte Chloridwerte wurden festgestellt und die hätten Lochfraß an den Armierungen zur Folge, erläuterte Büroleiter Dieter Zwing. 1,825 Millionen Euro kosten die Rohbauarbeiten im Zuge des Neu- und Umbaus der Integrierten Gesamtschule in Contwig. Den europaweit ausgeschriebenen Auftrag erhielt die Firma Ehrhardt und Hellmann, Homburg. Gebaut werden soll in den Sommerferien. Die Arbeiten an der Schule liegen im Zeitplan, sagte Duppré. Was länger währt (seit 2013) wird endlich gut. Der Kreis genehmigte dem Sportverein Palatia Contwig einen Zuschuss in Höhe von 5600 Euro für den bereits erfolgten Umbau der früheren Kegelbahn in benötigte sanitäre Räume. Die Baumaßnahme hatte vor Genehmigung des Zuschusses begonnen werden dürfen. In den nächsten Wochen soll, wie mehrfach berichtet, die Kreisstraße 20 zwischen Hettenhausen und Obernheim-Kirchenarnbach auf einer Länge von 1,9 Kilometern ausgebaut werden. Um den Auftrag ohne Verzögerung vergeben zu können, ermächtigte der Ausschuss den Kreisvorstand, die Bauarbeiten in Absprache mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) zu vergeben. Der LBM hat die Arbeiten ausgeschrieben. Am 29. Juni werden die Angebote geöffnet und geprüft. Direkt danach soll der Auftrag vergeben werden, und die Arbeiten beginnen. (add)