Rheinpfalz IG Metall kritisiert

Die Gewerkschaft IG Metall kritisiert die Ankündigung der Pallmann-Geschäftsführung, im zweiten Jahr in Folge keine Auszubildenden aufnehmen zu wollen, als kurzsichtig und fatal für das Unternehmen.
Erst vor wenigen Jahren sei die Ausbildungswerkstatt komplett renoviert worden, nun drohe sie absehbar leerzustehen. Vor zwei Jahren konnten noch zwei Jugendliche eine gewerbliche Ausbildung bei Pallmann beginnen, in den Jahren zuvor immer drei. Laut Gewerkschaftssekretär Martin Zimmer habe die Geschäftsführung in den laufenden Interessensausgleichsverhandlungen zum angekündigten Abbau von bis zu 60 Stellen beim Mühlenbauer die Rechnung aufgemacht, dass jede Lehrlings-Neueinstellung die Streichung eines Stammarbeitsplatzes bedeuten würde. Der vom Neueigentümer Siempelkamp entsandte Pallmann-Geschäftsführer Stefan Wissing hatte die Zielgröße 285 Mitarbeiter bei Pallmann nicht bestätigt, aber auch nicht dementiert. Francesco Daniele, Vorsitzender der Jugend- und Auszubildendenvertretung bei Pallmann, verweist auf die hohe Qualität der Ausbildung und erfolgreiche Abschlüsse der Lehrlinge. Zimmer sagte, die Gewerkschafts-Jugend werde die Entscheidung nicht hinnehmen. Man bereite Aktionen vor.