Eisenberg Ideen sammeln auf dem Donnersberg

Am heutigen Freitag treffen sich Vertreter verschiedenster Gruppierungen auf Einladung der Zukunftsregion Westpfalz, um sich unter anderem über das Thema Fachkräftegewinnung Gedanken zu machen. Dabei reden sie nicht irgendwo in einem Konferenzraum, sondern auf dem Donnersberg. Wirtschaftsge(h)spräch nennt sich das.
Erwin Schottler ist im Donnersbergkreis wahrlich kein Unbekannter. Nicht zuletzt wegen seiner Tätigkeit als Vorsitzender der Donnersberger Kelten. Als „Donnersberger“ hat er auch weit über die Kreisgrenzen hinweg einen Namen – und ist seit geraumer Zeit als Teamcoach tätig. In dieser Funktion hat der 66-Jährige, der in Standenbühl lebt, auch das „Ge(h)spräch“ entwickelt. „Wenn Menschen miteinander gehen, gehen sie auch anders miteinander um. Das war schon bei Aristoteles so“, sagt er. So gebe es auch Untersuchungen, dass Menschen kreativer sind, wenn sie sich bewegen. Da Schottler außerdem Mitglied der Zukunftsregion Westpfalz (ZRW) ist – einem Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, die in der Region vorhandenen Kräfte zu bündeln und gemeinsame Projekte umzusetzen –, hat er der dortigen Vorstandschaft auch seine Idee eines „Wirtschaftsge(h)spräches“ näher gebracht. Mit Erfolg. Die dritte Auflage davon findet am heutigen Freitag zunächst auf dem Donnersberg und dann bei Borg Warner in Kirchheimbolanden statt. Das „Wirtschaftsge(h)spräch“ richtet sich an Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Geschäftsführer Hans-Günther Clev war von Schottlers Idee angetan. „Er hat mir von Anfang an das Vertrauen gegeben“, sagt Schottler. Gastgeber der dritten Auflage ist der Automobilzulieferer Borg Warner in Kirchheimbolanden, Werkleiter Jürgen Adam ist selbst im Vorstand der ZRW. Mehr als 20 Personen haben sich angemeldet. „Leute aus der Region, die etwas dazu beitragen können, dass die Region insgesamt als wertvoll erkannt wird“, sagt der 66-Jährige. Aber auch Menschen, die Ideen aus anderen Gebieten einbringen können. So hat laut Schottler etwa Michael Merz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach (Westerwaldkreis), sein Kommen zugesagt. Aus dem Donnersbergkreis haben sich neben Jürgen Adam und Axel Haas zum Beispiel Steffen Antweiler, Bürgermeister der VG Göllheim, SPD-Bundestagsabgeordneter Gustav Herzog, Eckhard Mielke, Leiter der Meisterschule für Handwerker in Kaiserslautern, Frank Petry, geschäftsführender Gesellschafter der Pecon GbR aus Winnweiler, oder Reiner Rudolphi, Geschäftsführer von Rema in Rockenhausen, angekündigt. Nach der Begrüßung werden die Teilnehmer auf den Spuren der Kelten unterwegs sein. Ziel ist es, sich kennenzulernen, zu diskutieren, sich auszutauschen. Zwei Themen stehen dabei im Mittelpunkt. Wie können Fachkräfte in die Region gelockt werden? Und wie kann die ZRW noch mehr Mitglieder gewinnen? „Es gibt attraktive Arbeitgeber in der Region. Die Frage ist, was diese tun, um Fachkräfte zu sichern?“, sagt Schottler. Für ihn ist es wichtig, dass die Menschen in der Region erkennen, wie wertvoll diese ist. Dafür sei es wichtig, Energien zu bündeln. Die Zukunftsregion Westpfalz mache das. Wobei diese Region für Schottler nicht mit dem Donnersbergkreis endet. „Ich will hier auch die Tür aufmachen, Mainz liegt vor der Haustür.“ Deswegen hat der Standenbühler unter anderem Gäste aus Grünstadt oder der Landeshauptstadt zum „Ge(h)spräch“ eingeladen. Knapp eine Stunde soll der Spaziergang dauern. In dieser Zeit will er möglichst viele Menschen zusammenbringen. Deswegen sei es wichtig, dass die Gruppe auch nicht zu groß ist. Schottlers Hoffnung: „Es soll aus den Ge(h)sprächen etwas entstehen, möglichst sollen sich Schwerpunkte entwickeln.“ Am Königsstuhl erwarte die Teilnehmer dann auch eine „kleine Aufmerksamkeit“ der Donnersberger Kelten. Der zweite Teil der Veranstaltung findet dann bei Borg Warner in Kirchheimbolanden statt, wo es unter anderem eine Betriebsführung geben wird. |ssl