Kusel
Hutmacherfest: 45. Auflage ab Tag zwei vom Wetter verwöhnt (mit Bildergalerie)
Da waren unverkennbar Lücken am Freitagabend. Doch das hat sich an Tag zwei des Hutmacherfests merklich geändert. Der Samstag, von Sonne verwöhnt, hat gehalten, was sonst das Fest so verspricht: die Gelegenheit, in netter Atmosphäre „alte Bekannte zu treffen, die man noch nie gesehen hat“, wie es Ulrich Ernst scherzhaft formulierte. Nun, der ehemalige Erste Stadtbeigeordnete hat sich besagte Gelegenheit nicht nehmen lassen – obwohl vor der Eröffnung noch einige Regentröpfchen gefallen waren und der Himmel eher trübe war.
Ernst hat erstmals seit Jahren von unten auf die Bühne geschaut, anstatt inmitten der Stadtspitze lächeln zu müssen. An seiner statt hat Julian Hellriegel – Ernsts Nachfolger als Erster Stellvertreter von Stadtchef Martin Heß – am Bierfass gewerkelt und die ersten Krüge gefüllt. Vor der Bühne auf dem Kochschen Markt standen auch die Musiker vom Fanfarenzug Kusel, um noch mal unmissverständlich anklingen zu lassen, dass in Kusel wieder Grund zum Feiern besteht.
Tja, und dann ging’s los. Unweit der Bühne war wie gewohnt der Stand des Karnevalvereins Kusel Ankerplatz und Publikumsmagnet. Was die Kuseler Narren auf die Beine stellen, hat bekanntlich Hand und Fuß und Qualität, auch wenn’s „nur“ im Schmackhaftes geht. Ja, es überrascht kaum: Es gab tatsächlich was zu essen und zu trinken beim Hutmacherfest. Bis heute erzählen Hutmacherfestfreunde der ersten Stunde, dass zur Premiere schon nach zwei Stunden nichts mehr da gewesen sei, weil die Organisatoren damals vom Ansturm völlig überrascht worden sind. Zumindest das kann heute nicht mehr passieren.