Rheinpfalz Hubschrauber im Tiefflug

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Über Mittelbrunn gab es Anfang Mai wieder Trainingsflüge von US-Helikoptern. Wie schon bei einem ähnlichen Vorfall im vergangenen Jahr, handelte es sich dabei wohl um eine Polygone-Übung. Entgegen der 2017 im Nachhinein angesichts der Proteste geäußerten Zusicherung informierte die US-Seite auch diesmal nicht vorab über die Überflüge.

„Laut Luftfahrtministerium und US-Army Europe haben vier US-Army-Hubschrauber an der Polygone-Station bei Bann am 7. Mai zwischen 10 und 11 Uhr Trainingseinsätze durchgeführt. Dies geschah in Übereinstimmung mit allen Regeln und Vorschriften des Gastlandes“, antwortete die Pressestelle der US-Army Garrison Rheinland Pfalz am 17. Mai auf eine Anfrage des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Landstuhl, Peter Degenhardt (CDU). Diese hatte er bereits am 9. Mai per E-Mail gestellt. Degenhardt verweist auf ein Schreiben des Kommandeurs der US-Army Garrison Rheinland-Pfalz, Colonel Keith E. Igyarto vom August 2017. In diesem bedauerte Igyarto, dass vorab nicht ausreichend über die Polygone-Übung über Mittelbrunn im Mai des vergangenen Jahres (wir berichteten mehrfach) informiert worden war. Damals waren mehrere US-Helikopter dicht über den Dächern Mittelbrunns unterwegs. Gleichzeitig beteuerte er, dass Maßnahmen ergriffen worden seien, um rechtzeitig über Flugbewegungen zu informieren. „Es ist einfach immer dasselbe“, ärgert sich Degenhardt über die erneut schlechte Informationspolitik. Zuerst werde Besserung versprochen, doch kurze Zeit später sei all das vergessen. Wobei es ja noch nicht einmal einen Wechsel an der Spitze der US-Garrison gegeben habe, mit dem das Versäumnis eventuell zu erklären gewesen wäre. Dabei betont Degenhardt, dass es keineswegs die Übungen sind, die bei ihm für großen Unmut sorgen. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass wir nicht informiert werden“, nennt er den Grund für seine Empörung. Nachdem er diese in einer weiteren E-Mail an die US-Army-Garrison am Donnerstag kund getan hatte, erhielt er folgende Antwort: „Unser Bestreben ist, Sie jedes Mal über solche Trainingsflüge zu informieren, die von den Standardabläufen abweichen. Flüge, die sich an die Vorschriften der Vereinbarung über den Trainingsbereich halten, sind von einer Vorabinformierung ausgeschlossen.“ Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass der Kommandeur der Hubschrauber-Einheit bemüht sei, die Flugrouten von Ansbach über die Polygone nach Baumholder zu variieren. „Ist ein Tiefflug-Überflug einer ganzen Gruppe von Kampfhubschraubern über eine Ortsgemeinde also ein Standardablauf?“, fragt Degenhardt. Nicht ohne darauf hinzuweisen, dass er das auf keinen Fall akzeptieren werde. Zumal im Schreiben von Igyarto keine Rede davon sei, „dass wir nur über Trainingsflüge informiert werden, die von irgendwelchen Standardabläufen abweichen“.

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