Zweibrücken
Sollte man noch mehr Autoklassiker mit E-Antrieb neu auflegen?
„Eine Elektro-Ente würde sich Herbert Brünisholz aus Wattweiler nicht mehr kaufen – seines Alters wegen. „Ich war Jahre lang auf Montage, habe unzählige Autos gefahren.“
Aber ein moderner Käfer, der aussieht wie früher? Warum nicht, meint Brünisholz. „Das wäre ein schönes Auto.“
Wäre Jürgen Jahn noch jünger, würde er sich eine Elektro-Ente kaufen. „Ich war immer ein Fan der Marke Citroën.
Ich hatte mal eine Ente als Zweitauto“, so der Zweibrücker. Der Mercedes, den er jetzt hat, fährt aber noch ein paar Jahre.
„Ich habe kein Wunschauto, das ich gerne als E-Auto sehen würde“, sagt Volker Lehner. Für ihn ist an einem Auto essenziell, dass es funktioniert. Die Idee, Klassiker neu aufzulegen, findet er gut.
„Der 2CV erinnert an früher. In der Stadtkapelle hatten wir einen. Und in der Schule unsere Französischlehrerin.“ Lehner hatte früher mal einen NSU Prinz. Den als E-Auto? „Nee, der hat mich nur geärgert. Auf der Straße von Mainz nach Hause hab’ ich Vollgas gegeben, da ist er mir bergab verreckt.“
Dirk „Nelly“ Brill glaubt nicht, dass Retro-E-Autos auf dem Markt einschlagen. „Ich glaube, das wird ein Flop“, sagt er. Der Zweibrücker mag alte Sachen.
Daher würde er lieber das alte Original fahren. „Eine Ente wäre eine Option für mich. Aber nur, wenn meine Anlage reinpasst.“
„Ich finde das richtig gut“, sagt Frank Strottner. Klassiker wie 2CV, R4 und R5 sind für ihn zeitlos. „Was man als E-Auto gut aufsetzen könnte, wär’ ein Opel Manta. Oder ein alter T2- oder T3-Bus. Vielleicht auch ein 66er Mustang“, überlegt der Reifenberger. In seinem Leben ist er viele Autos gefahren – auch hochmotorisierte Wagen.
„Seit fünf Jahren fahre ich elektrisch. Ich will nichts anderes mehr haben. Das ist die Zukunft.“ Um die Akzeptanz für E-Autos zu stärken, braucht es für Strottner keine aufgearbeiteten Klassiker. „Ich denke, dass die deutschen Autobauer sich auf ihre Kompetenzen konzentrieren sollten. Der neue ID-Polo von VW ist für mich ein wunderschönes Auto.“
Das erste Auto für Ulrich Erhard war tatsächlich eine Ente. „Die hab’ ich von meiner Mutter bekommen“, erinnert sich der Zweibrücker. Aber die elektrische Neuauflage würde er sich nicht zulegen. Grundsätzlich findet er die Idee, Klassiker als E-Version neu rauszubringen, aber gut. Gerade in der Stadt seien kleinere Autos super.
Welchen Klassiker wünscht er sich als E-Auto? „Den alten 911er Porsche. Warum nicht? Ferrari hat jetzt ein E-Auto vorgestellt, das 315 Spitze fährt. Und auch der Golf 1 wäre elektrisch eine tolle Sache.“