Rheinpfalz
Hinzweiler: An Kindergarten wird angebaut
Am Kindergarten in Hinzweiler soll ein Raum angebaut werden, um eine zweite Gruppe unterbringen zu können. Für Sommer 2021 wird mit enormem Zuwachs gerechnet. Kinder aus fünf Orten besuchen die Villa Winzig, deren Träger die protestantische Kirche ist.
Damit es bald mit der Planung los gehen kann, ein Architekt beauftragt werden kann, hat der Gemeinderat in dieser Woche den Beschluss gefasst: Der Kindergarten neben der Königslandhalle soll erweitert werden. Inhaber des Gebäudes ist die Gemeinde Hinzweiler. Allerdings sei auch schon mit den politischen Vertretern von Horschbach, Elzweiler, Welchweiler und Oberweiler im Tal gesprochen worden, berichtet Ortsbürgermeister Gunter Suffel im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Denn es sei beileibe nicht der Hinzweilerer Nachwuchs, der die Mehrheit in der Kita stelle.
Man habe schon Ideen, erklärt Suffel, außerdem sei schon beim Bau der Einrichtung Anfang der 1990er Jahre darauf geachtet worden, dass eine zweite Gruppe leicht angebaut werden könnte. „Das ist nicht so schwierig“, meint der Ortsbürgermeister. Wie teuer der Anbau mit zweiter Gruppe und Abstellraum werden könnte, darüber will er allerdings nicht spekulieren. Erst mal muss ein Planer ran.
Hoffentlich 2021 fertig
Er hofft, dass Planung, Zuschussantrag und Bau in eineinhalb Jahren zu schaffen sind. Denn das, was 2018 noch im Kindertagesstätten-Bedarfsplan vorgesehen war, nämlich die Kinder in Einrichtungen in umliegenden Ortschaften unterzubringen, möchte Suffel vermeiden. Da nach Berechnungen der Kreisverwaltung dauerhaft mit mehr Kindern zu rechnen ist, eventuell mit neuem Kita-Gesetz auch der Anspruch für Einjährige kommen wird, sei der Anbau berechtigt und unumgänglich. Mit mindestens zehn zusätzlichen Plätzen wird geplant.
Eröffnet worden ist die Villa Winzig mit dem ach so passenden Namen im Jahr 1993, weiß der Ortsbürgermeister. 25 Kinder, darunter auch Zweijährige, werden von vier Erzieherinnen, „die sich die Stunden aufteilen“, so Suffel, betreut. Träger ist die protestantische Kirche, allerdings gehört das Gebäude neben Königslandhalle und Feuerwehr der Gemeinde Hinzweiler.
Die Gespräche mit den Nachbargemeinden, mit denen Kooperationsverträge über die Kita-Nutzung und über Kostenbeteiligungen bestehen, würden nun intensiviert werden müssen, um sie an der Planung zu beteiligen, erklärte der Ortsbürgermeister.
Weitere Themen
- Die Friedhofssatzung wurde geändert und umfasst nun auch das im vergangenen Jahr angelegte Rasenurnengrabfeld. Festgelegt wurde etwa, welche Platten dort in den Rasen eingelassen werden dürfen. Ein Grab für eine Urne, ein sogenanntes Reihenrasengrab, kostet 1150 Euro. Ein Urnenwahlrasengrab, in dem Platz für zwei Urnen ist, kostet 1250 Euro. Das sei teurer als die Bestattung in einem normalen Grabfeld, wo auch Urnenbestattung möglich ist, erklärte Suffel. Der Rasen wird von der Gemeinde gepflegt, die Hinterbliebenen hätten somit keine Arbeit mit der Grabpflege, erläutert der Ortsbürgermeister der RHEINPFALZ.
- Der Ortsgemeinderat hat eine Ergänzungsatzung zum Baugebiet „Obere Brühl und in den Rauhen Gärten“ angenommen. Die Entscheidung hatte bei der Sitzung im Dezember verschoben werden müssen, da von der VG-Verwaltung noch zwei Stellungnahmen zu bearbeiten waren. Durch die Änderung kann ein Anwohner nun eine Lagerhalle auf seinem ans Haus am Ortsrand angrenzende Grundstück bauen, da dieses nun der innerörtlichen Lage zugerechnet wird.