Rheinpfalz
Herschberg: Das Siebenfache der eigenen Blutmenge gespendet
Mehr als das Siebenfache seiner körpereigenen Blutmenge spendet jemand, der rund 100-mal zur Ader gelassen wird. Zwei solcher „Rekordspender“ wurden jetzt in Herschberg vom DRK-Blutspendendienst West für ihren selbstlosen Einsatz im Dienste kranker und verletzter Mitmenschen ausgezeichnet, zusammen mit einer Reihe weiterer Mehrfachspender. Die Ehrungen fanden im Rahmen eines regulären Blutspendentermins in der Herschberger Bürgerhalle statt.
Die Blutspendenaktionen haben in Herschberg schon eine gewisse Tradition, die bereits 1963 im ehemaligen Schulgebäude begann. Mittlerweile wurde dieser wichtige Termin für den Bereich Sickingerhöhe fast 160-mal durchgeführt und von rund 20 fleißigen Helfern des DRK-Ortsvereins Wallhalben/Herschberg betreut. Auch diesmal fanden wieder einige Neuspender den Weg in die Bürgerhalle – „aber leider noch zu wenig“, wie Gemeinschaftsleiterin Ruth Wagner bedauert. Sie kümmert sich schon seit vielen Jahren um Organisation und Werbung und ist Ansprechpartnerin für viele der langjährigen ehrenamtlichen Spender.
Erstmals 1985 gespendet
Christina Andreas (73) aus Wallhalben gehört zu den für 100 Blutspenden Ausgezeichneten. Begonnen hat sie damit im Jahr 1985. Als junge Mutter hatte sie damals davon gelesen, dass auch Neugeborene in bestimmten Fällen auf Spenderblut angewiesen sind, vor allem bei Unverträglichkeit der Blutgruppen von Mutter und Kind. Bereits 75-mal hat Winfried Dahler aus Hermersberg seinen Teil dazu beigetragen, dass schwerkranken Menschen mit dem lebensrettenden Saft geholfen werden kann. Bestärkt in seiner Hilfsbereitschaft hat ihn nach eigenen Worten auch die Tatsache, dass seine Frau selbst einmal auf fremdes Blut angewiesen war.
Die Ehrungen übernahmen Berthold Martin, der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, und sein Stellvertreter Martin Eichert. „Darauf können sie stolz sein“, steht auf den Mappen mit den Urkunden. Das betonte auch Sabine Böhmen, die DRK-Blutspendenreferentin aus Bad Kreuznach. Lob spendete sie dem Ortsverein für die Ausrichtung an einem aus Sicht des Blutspendendienstes „sehr guten Standort“. Allen Spendern dankte der anwesende Kreisbeigeordnete Peter Spitzer, der zum ersten Mal Blutspender war, für ihre „außergewöhnliche Leistung“.
Ehrungen
25 Blutspenden: Anja Bauer ( Scharrhof), Thorsten-Julius Weis (Knopp-Labach), Ralf Schwarz (Schauerberg). 50 Blutspenden: Paul Rutz (Weselberg) , Waltraud Stuppi (Biedershausen). 75 Blutspenden: Winfried Dahler (Hermersberg), Gunter Schneider (Winterbach). 100 Blutspenden: Christina Andreas (Wallhalben), Günter Burkhard (Obernheim-Kirchenarnbach).