Rheinpfalz Halle in (not-)dürftigem Zustand

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Der Zustand der Wasgauhalle in Hauenstein lässt reichlich zu wünschen übrig. Boden, Decken und sanitäre Einrichtungen befinden sich in schlechtem Zustand, bemängeln Schüler, Lehrer und Sportler aus den Vereinen, die die Halle nutzen. Doch Abhilfe ist so schnell nicht in Sicht, macht die Kreisverwaltung wenig Hoffnung auf schnelle Besserung.

Der Kreis hatte die weiterführenden Schulen in der Südwestpfalz, darunter die Schule in Hauenstein, im Jahr 2010 von den Verbandsgemeinden übernommen – bis auf die Gebäude der Realschule plus in Wallhalben (die in den nächsten Jahren aufgelöst wird) waren alle mit mehr oder weniger großen Mängeln behaftet. Seitdem ist der Kreis als Schulträger für die Einhaltung von Sicherheits- und Qualitätsstandards verantwortlich und muss für die Kosten aufkommen. Einiges an den Sporthallen wurde bereits renoviert, etwa an den Integrierten Gesamtschulen in Waldfischbach-Burgalben und Thaleischweiler-Fröschen, doch aufgrund der finanziellen Lage des Kreises „kann nicht alles Wünschenswerte gleichzeitig angegangen werden“, sagt Ulla Eder, Sprecherin der Kreisverwaltung. Ein Zehn-Jahres-Plan für die Abarbeitung aller Mängel in der Hauensteiner Wasgauhalle sei anvisiert, so die vage Auskunft. Besonders bemängelt wird das Herzstück der Einrichtung, der Hallenboden, der in Ordnung sein muss, damit überhaupt Sport getrieben werden kann. Seit Jahren sei ein neuer Boden versprochen, pochen die Nutzer auf eine rasche Lösung. Laut Eder sind die Gefahrenstellen – Löcher und fehlender Belag an bestimmten Stellen – inzwischen beseitigt, die Halle sei insofern nutzbar; an den kaum noch sichtbaren Markierungen der Spielfelder hat sich indessen nichts geändert. „Eine Prognose, wann es mit der Sanierung der Sporthalle losgeht, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht wagen“, sagt Eder. Doch nicht nur der Hallenboden ist Stein des Anstoßes. Auch die Beleuchtung ist teilweise nicht in Ordnung. Laut Kreisverwaltung sind zurzeit 19 von 140 Leuchten defekt. Für deren Austausch müsse allerdings ein Gerüst aufgestellt werden, was nicht für jede kaputte Leuchte sofort gemacht werde. „Die Leuchten werden aber im Laufe dieses Monats noch repariert“, sicherte Eder zu. Ein weiteres Manko ist die Decke, die nach Angaben von Nutzern schon seit über zwei Jahren an verschiedenen Stellen beschädigt ist. Ein Loch rührt laut Eder von einem Wasserschaden aus dem Jahr 2013 her, bei dem die Decke geöffnete werden musste. Die Stelle müsse vorerst so bleiben, um sie leicht öffnen zu können, damit der Erfolg der Reparatur überprüft werden kann. Für die verbogenen Lamellendecken in den Umkleide- und Duschräumen gibt es laut Eder keine Ersatzteile mehr. Die fehlenden Spiegel – von zwölf sind nur noch zwei vorhanden – und defekte Abfalleimer seien der Zerstörungswut „frustrierter oder gelangweilter Hallennutzer zu verdanken“. Was der Betrieb der Halle den Kreis kostet, sei nicht feststellbar, da die Bewirtschaftungskosten nur für die gesamte Schule (210.000 Euro) errechnet würden. Darin enthalten seien kleinere Reparaturen sowie die Kosten für Energie, Wasser, Abwasser und die Sachkosten der Reinigung. An Investitionen in die Halle hat der Kreis seit der Übernahme 2010 insgesamt bescheidene 53.000 Euro geleistet. Dafür wurden die Trennvorhänge, und die Tribüne erneuert, etwas am Hallenboden gemacht, ein Prallschutz eingebaut, die Dachrinnen an der Südseite und einiges an der Elektroinstallation repariert. Der weitaus größere Brocken, nämlich nach einer groben Schätzung der Kreisverwaltung 1,3 Millionen Euro, müsste noch investiert werden, um die Halle in einen guten Zustand zu versetzen. Der Umkleide- und der Sanitärbereich müssten für 200.000 Euro saniert werden, das Dach für 720.000 Euro, der Hallboden für 140.000 Euro sowie die Elektroinstallation und die Beleuchtung für 250.000 Euro. Die in die Jahre gekommene Halle in Hauenstein – sie wurde 1975 errichtet – ist gut ausgelastet. Für 273 Schüler wird hier der Schulsport abgehalten. Zudem belegen die Halle sechs Fußballvereine in den Wintermonaten von November bis Ende März sowie eine Lehrer- und eine Frauensportgruppe. Das DRK nutzt die Halle für Blutspendeaktionen.

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