Rheinpfalz „Haben alles wieder schick gemacht“
Ein historischer Schienenbus fährt wohl ab heute auf der Wieslauterbahn. Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) arbeitete bis gestern Abend daran, Unwetterschäden vom Wochenende auszubessern, um die Strecke befahrbar zu machen.
Ab dem heutigen Mittwoch bis Dienstag, 31. Juli, verkehrt ein historischer Schienenbus im Zwei-Stunden-Takt auf der Wieslauterbahn von Hinterweidenthal Ost nach Bundenthal-Rumbach (wir berichteten am 13. Juli). Bis gestern Abend stand aber noch in Frage, ob der Schienenbus auf die Gleise kommt: Während des Unwetters am Sonntagnachmittag waren streckenweise die Gleise unterspült worden. Wie Marcus Zimmermann von der AVG auf Nachfrage berichtete, wurde der Untergrund der Gleise gestern mit Schotter verfüllt. „Wir haben alles wieder schick gemacht“, sagte Zimmermann und lachte. „Sieht alles gut aus“, sagte Zimmermann gestern zu Redaktionsschluss. Man werde nun noch eine letzte Testfahrt machen, um die Strecke zu überprüfen. „Wenn es jetzt keine bösen Überraschungen mehr gibt, kann es losgehen“, so Zimmermann. Allerdings werde der Taktverkehr vermutlich erst um 10.40 Uhr in Hinterweidenthal Ost starten. Im vergangenen Jahr wurde der Schienenbus-Taktverkehr auf der Wieslauterbahn zum ersten Mal angeboten – zum Jubiläum der 1997 reaktivierten Bahnstrecke. Der historische Schienenbus der Pfalzbahn fährt im Auftrag des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr (ZVSPN) Rheinland-Pfalz Süd. Der Triebwagen ist rund 60 Jahre alt. Bis zur Stilllegung für den regulären Personenverkehr im Jahr 1966 wurden Schienenbusse regelmäßig auf der Wieslauterbahn eingesetzt. Info Der Schienenbus verkehrt bis 31. Juli montags bis freitags auf der Wieslauterbahn. Abfahrt in Bundenthal-Rumbach ist alle zwei Stunden von 10 bis 18 Uhr, in Hinterweidenthal Ost alle zwei Stunden von 10.40 bis 18.40 Uhr. Dort besteht Anschluss an die Züge der Regionalbahn-Linie Landau – Pirmasens, die dort ausnahmsweise halten. Im Schienenbus gelten Tickets des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar (VRN) und damit auch die neue Pfalzcard.