Rheinpfalz „Hääschde great again“ machen

Tobias Walter
Tobias Walter

Amtsinhaber Bernhard Rödig (FDP) will sich erst im Frühjahr erklären, die anderen Parteien wollen sich erst Anfang 2019 entscheiden. Mit Tobias Walter hat aber bereits ein unabhängiger Bewerber seine Kandidatur für das Amt des Hauensteiner Ortsbürgermeisters erklärt, der am 26. Mai 2019 gewählt wird.

Er ist 36 Jahre alt, Beamter im Bundesinnenministerium im Bereich Öffentliche Sicherheit, besuchte das Dahner Otfried-von-Weißenburg-Gymnasium und absolvierte anschließend seine Ausbildung an der Fachhochschule des Bundes, Fachbereich Öffentliche Sicherheit, in München. Nach Aufenthalten in München, Berlin und Frankfurt und nach seiner Rückkehr in seine Heimatgemeinde habe er feststellen müssen, „dass der Schwung fehlt, dass der Ort nicht mehr das Hauenstein von früher ist, dass vieles eingeschlafen ist“, stellt er fest. Und: Eine „Luftballonpolitik, der nach dem großen Aufblasen auf halbem Wege die Luft ausgeht, brauchen wir in Hauenstein nicht mehr.“ Walter hat die notwendigen Unterstützerunterschriften bereits zusammen, sammelt aber weitere, um die Kandidatur „auf eine möglichst breite Basis zu stellen“. Er nennt drei Hauptziele: Arbeitsplätze erhalten und schaffen, um „weite Pendlerwege überflüssig zu machen“; den großen Bereich „Sicherheit“, wo man „nach bayrischem und hessischem Vorbild über einen „seriösen freiwilligen Polizeidienst“ nachdenken sollte; den großen Komplex „Innovation“: Das Dorf brauche „neue Ideen und mehr Attraktivität für Kinder und Jugendliche.“ Er sei sich durchaus bewusst, dass die auch auf seiner Homepage be-hääschde.de genannten Ziele nicht alle in der Kompetenz eines Bürgermeisters liegen und auch an finanzielle Grenzen stoßen. „Mir geht es aber auch darum, Ideen in den Raum zu stellen, über ihre Realisierung nachzudenken und dann anzupacken und das Dorf vorwärtszubringen.“ Dass er anpacken will, macht er mit einem Zitat von John F. Kennedy, den er sein großes Vorbild nennt, deutlich: „Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden.“ Seine Kandidatur, die er schon im Spätjahr mit einem Transparent „Make Hääschde great again“ angekündigt hat, ist nicht eingebettet in die Unterstützung einer Wählergruppe oder einer Partei: „Dass ich als unabhängiger, demokratischer, freiheitlicher und nach allen Seiten offener Kandidat der goldenen Mitte antrete, macht die Sache interessant“, meint er, verweist auf die „Richtlinienkompetenz des Bürgermeisters“ und baut auf die Zusammenarbeit: „Wir stricken alle am gleichen Pullover …“

x