Rheinpfalz Girls’ Day bei der Polizei in Lauterecken und dem Katasteramt in Kusel

Polizistin Corinna Schwall stellt mit den 13- bis 17-Jährigen unter anderem einen Verkehrsunfall nach.  Foto: Polizei/frei
Polizistin Corinna Schwall stellt mit den 13- bis 17-Jährigen unter anderem einen Verkehrsunfall nach.

Für den Girls’ Day am Donnerstag, bei dem sich Mädchen über nicht-frauentypische Berufe informieren konnten, haben sich die Polizeiinspektion Lauterecken und das Katasteramt in Kusel spannende Aktivitäten einfallen lassen.

Im Nordkreis werden zurzeit nicht nur für den Tatort-Dreh polizeiliche Ermittlungen gestellt: Beim Girls’ Day, dem Mädchenzukunftstag, konnten 15 Mädchen in der Polizeiinspektion Lauterecken einen Verkehrsunfall aufnehmen und Spuren bei einem Einbruch in einem Vereinsheim sichern. Unter Betreuung von Polizistin Corinna Schwall erlebten die 13- bis 17-Jährigen am Schützenhaus zwei Polizeihunde in Aktion: Ein Hund verfolgte im Wald eine Spur, ein anderer suchte nach Drogen. Aufbruchspuren sicherten die Teilnehmerinnen an einer Tür und pinselten einige Gläser auf der Suche nach Fingerabdrücken ab.

Das Bild der Polizei sei vom Fernsehen stark geprägt, teilt die Polizei mit. Werden tatsächlich so viel Streifenwagen bei Verfolgungsjagden zu Schrott gefahren wie im Film? Natürlich nicht. Ein großer Teil der Arbeitszeit findet sogar am Computer statt. Egal ob Verkehrsunfall oder Bearbeitung eines Mordes – die Erkenntnisse müssen dokumentiert werden. Dies und mehr wurde den jungen Frauen nähergebracht, denn weibliche Kolleginnen seien bei der Polizei gefragt.

Katasteramt zum ersten Mal dabei

Zum ersten Mal war auch das Katasteramt beim Girls’ Day dabei – nachdem im vergangenen Jahr keine Teilnehmerinnen Interesse gezeigt hatten. Vier Mädchen waren in die Kuseler Bahnhofstraße gekommen, wo sie die Abläufe in den vier Abteilungen kennenlernten. Anpacken durften sie im Hof, wo mit Hilfe eines Feldrechners und eines Tachymeters eine Garage für eine Liegenschaftskarte eingemessen wurde.

Die Berufe im Vermessungs- und Katasteramt seien eher männlich geprägt, erklärte Amtsleiterin Britta-Regina Wonnenberger der RHEINPFALZ. Der Anteil der männlichen Mitarbeiter liege zurzeit bei 70 Prozent. In den vergangenen Jahren habe jedoch die Zahl der Mitarbeiterinnen auch wegen der zunehmenden Digitalisierung des Vermessungswesens zugenommen.

Alina Bitsch (links), Schülerin der Realschule plus in Altenglan, und Lea Stretz von der Grund- und Realschule plus in Vinningen
Alina Bitsch (links), Schülerin der Realschule plus in Altenglan, und Lea Stretz von der Grund- und Realschule plus in Vinningenmessen mit den Katasteramt-Mitarbeitern Kevin Schiffer (links) und Benjamin Schmidt eine Garage für eine Liegenschaftskarte aus. Sie benutzen dafür einen Feldrechner und einen Tachymeter.
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