Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Gemeinderat Börsborn sagt Ja zu Forstzweckverband

Der Wald soll gemeinsam bewirtschaftet und vermarktet werden.
Der Wald soll gemeinsam bewirtschaftet und vermarktet werden. Foto: m. hoffmann

Der Gemeinderat hat einmütig erklärt, einem künftigen Forstzweckverband beitreten zu wollen. Gabi Kleinhempel, Leiterin des Forstamts Kusel, hatte die Vorteile eines solchen Verbandes vorgestellt.

Unter manch skeptischem Blick legte Kleinhempel die Vorzüge eines solchen Verbandes dar: Der Wald lasse sich leichter und kostengünstiger bewirtschaften. Ähnliches gelte für die Holzernte. „Kleinmengen sind viel schwieriger zu vermarkten, auch weil sie wesentlich weniger gefragt sind“, sagte die Forstamtsleiterin.

Die Bedenken, dass kleine Gemeinden in der großen Einheit untergehen, ihr Wald ausgebeutet oder die Stimme ihres Vertreters nicht berücksichtigt wird, konnte Kleinhempel entkräften. Es gebe in Rheinland-Pfalz bereits Verbände, die problemlos funktionierten. Nachhaltigkeit habe oberste Priorität. Nach zehn Jahren werde außerdem Inventur gemacht und gegebenenfalls nachjustiert.

Bis zum Ende des Monats werden die Gemeinden, die sich am Forstzweckverband beteiligen wollen, den Entwurf für eine Verbandsordnung erarbeiten. Anschließend wird ein Verteilungsschlüssel für Kosten und Erlöse entwickelt. Ortsbürgermeister Uwe Bier sah in einem solchen Verband eine gute Möglichkeit, kommunale Kosten zu senken.

Der Gemeinderat stimmte gegen den Plan der Gemeinde Krottelbach, aus dem Forstrevier Glan-Münchweiler auszuscheiden. Die Ratsmitglieder fürchteten, dass die Kosten auf die Verbleibenden umgelegt werden könnten. Da neben Börsborn schon andere Gemeinden mit Nein gestimmt haben, wird sich in einem nächsten Schritt die Obere Forstbehörde in Neustadt mit der Sache befassen.

Weitere Themen

  • Börsborn wird wieder am Leaderprojekt „Ortsgespräche“ teilnehmen. „Wir sollten wir uns die Chance nicht entgehen lassen“, sagte Bier und erinnerte an die neuen Wanderwege und den sanierten Glockenturm, Projekte, die angestoßen, umgesetzt und bezuschusst wurden.
  • Bier teilte mit, dass die Umlage an die Verbandsgemeinde Oberes Glantal 139.869 Euro betrage. Der Erste Beigeordnete Karlheinz Stemler (Wählervereinigung Börsborn) riet, gegen die Erhöhung der Umlage Widerspruch einzulegen. In der alten Verbandsgemeinde Glan-Münchweiler lag der Satz bei 38 Prozent.
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