Eisenberg Gelbe Füße für mehr Sicherheit
In Lautersheim helfen seit vergangener Woche „Gelbe Füße“ Kindern die Straße zu überqueren. Die auf dem Bürgersteig angebrachten Markierungen zeigen den jungen Straßenverkehrsteilnehmern den sichersten Weg, um nahe der Bushaltestelle beim Friedhof auf die andere Seite der Hauptstraße zu gelangen.
Die „Gelben Füße“ wurden von Ratsmitglied Christine Graf auf den Weg gebracht. Sie erzählt: „Da die Straße hier eine Biegung macht, kam es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Die Kinder nahmen einfach den schnellsten Weg über die Straße.“ Bei ihren Überlegungen wie Abhilfe geschaffen werden könnte, stieß das Ratsmitglied auf die „Gelben Füße“, ein Projekt der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Die Markierungen auf dem Bürgersteig sollen den Kindern im Straßenverkehr helfen, indem sie günstige Wege und Straßenüberquerungen anzeigen. Die empfohlenen Routen sind nicht immer die kürzesten. Wichtig ist, den Kindern einen sicheren Weg vorzugeben, so dass sie möglichst unbeschadet die Straßen überqueren können. Graf stellte im Herbst vergangenen Jahres im Gemeinderat einen Antrag, „Gelbe Füße“ auf dem Gehweg aufzubringen. Der Rat entschied sich positiv und leitete den Antrag an die Verbandsgemeinde Göllheim weiter. Wie Jürgen Magsamen vom Ordnungsamt der VG erläutert, wurde im Juni das Projekt vor Ort in Angriff genommen. Die Ortsgemeinde Lautersheim sowie die Straßenverkehrsbehörde der VG Göllheim erstellten insgesamt zwei Wegekonzepte. Anfang September fand dann ein Ortstermin mit Vertretern der Ortsgemeinde, der Straßenverkehrsbehörde der VG Göllheim sowie der Verkehrswacht der Polizei in Lautersheim statt. Beide Varianten wurden dabei näher unter die Lupe genommen. Gemeinsam entschieden sich die Beteiligten vor Ort für die Variante bei der Verkehrsinsel als die sicherste Lösung. Am Donnerstag vergangener Woche wurden von Mitarbeitern der Straßenverkehrsbehörde der VG Göllheim die entsprechenden Bodenmarkierungen in der Hauptstraße in Lautersheim aufgebracht. Wie Magsamen ausführte, sind die „Gelben Füße“, eine Thermoplastikmarkierung. Sie haben folgende Bedeutung: Gehende Füße weisen den Kindern die Richtung, stehende Füße zeigen ihnen an, dass sie stehen bleiben und sich vergewissern müssen, ob die Straße frei ist und überquert werden kann. Eine zusätzliche Hilfe ist die gelbe Haltelinie, die etwas zurückgesetzt und parallel zum Straßenrand aufgebracht wird und zum Anhalten der jungen Verkehrsteilnehmer anleiten soll. Auch die Kinder und Erzieherinnen der Kindertagesstätte Nimmersatt waren beim Aufbringen der Füße dabei. Die Kleinen halfen fleißig bei den Markierungsarbeiten mit. Alle kleinen Lautersheimer wurden mit Warnwesten, Reflektor-Armbändern sowie Reflektor-Anhängern ausgestattet, um sie besser sichtbar machen. Zu einem späteren Zeitpunkt bekamen auch die älteren Lautersheimer Kinder, die mit dem Bus zur Schule fahren, von Mitarbeitern des Ordnungsamtes eine ausführliche Unterweisung zu den „Gelben Füßen“. Christine Graf freut sich, dass mit den neuen Markierungen ein Stück mehr Sicherheit erreicht wurde und appelliert an die Eltern, mit ihren Kindern das Überqueren der Straße auf den Spuren der „Gelben Füße“ zu üben und mit gutem Beispiel voranzugehen.