Rheinpfalz Gebühren für Bestattungen merklich angehoben

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Der Gemeinderat Waldfischbach-Burgalben hat in seiner Sitzung am Mittwoch höhere Friedhofsgebühren beschlossen. Jährlich fällt auf dem Friedhof im Schnitt ein Minus von etwa 25.000 Euro an. Deshalb gibt es immer wieder Kritik seitens der Kommunalaufsicht, verbunden mit der Aufforderung, die Finanzlage auf dem Friedhof zu verbessern.

Entsprechend der Gesetzeslage werden die Friedhofsgebühren künftig deutlich genauer zu bestimmen sein, werden einzelne Positionen entsprechend den anfallenden Ausgaben kostendeckend kalkuliert werden müssen. Bis das umgesetzt werden kann – die Arbeiten dazu laufen bei der Verwaltung wie für die übrigen Ortsgemeinden auch -, entschloss sich der Rat nun zunächst einmal die Gebühren prozentual zu erhöhen, um das Defizit zu verringern. Eine Einzelgrabstätte kostet künftig 670 Euro (bisher 608). Ein Urnengrab kostet 540 Euro (418). In der neuen Satzung sind erstmals Urnenrasengrabstätten erfasst, die auf einem Feld neu ausgewiesen werden. Eine solche Grabstätte kostet inklusive des Namenssteins und der Pflege durch die Gemeinde über die gesamte Ruhezeit 1330 Euro. Ob auf der Platte ein Name aufgebracht wird oder nicht – also anonym beerdigt wird – macht keinen Unterschied. Auch die anonyme Grabstätte kostet 1330 Euro. Für die Benutzung der Leichenhalle wurde bisher eine Gebühr von 50,71 Euro erhoben, künftig kostet das 200 Euro. Dem stimmte der Rat geschlossen zu. Ihn wundere, stellte Oliver Käfer (SPD) fest, dass der Rat über jede Menge Punkte zum Friedhof zu beschließen habe und der zuständige Beigeordnete für Günther Schramm (BWB) nicht anwesend sei. Entschuldigt habe er sich nicht, teilte Henne auf Nachfrage Käfers mit, aber dazu sei er auch nicht verpflichtet. Auch ohne den zuständigen Beigeordneten beschloss der Rat auf Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses weitere Friedhofsangelegenheiten. So wurde beschlossen, dass zwei Kriegsgräber, die bisher privat gepflegt wurden, künftig wie schon andere Kriegsgräber von der Gemeinde gepflegt werden. Am bestehenden Kriegsgräberfeld besteht Sanierungsbedarf. Um das angehen zu können, beschloss der Rat, dass Zuschüsse beantragt werden sollen. Aus den Mitteln der Kriegsgräberfürsorge zum Beispiel. Auch die Daniel-Theysohn-Stiftung soll gefragt werden. An den billigsten Bieter – sofern die Kosten nicht 12.500 Euro übersteigen – darf die Bürgermeisterin den Auftrag vergeben, 30 Grabstätten einzuebnen, bei denen Nutzungsberechtigte verstorben oder nicht zu ermitteln sind. Diese Gräber werden nicht mehr gepflegt, der ein oder andere Grabstein ist nicht mehr standfest.

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