Rheinpfalz FWG will niemanden nominieren

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Es wird wohl bei zwei Bewerbern um das Amt des Landrates bei den bevorstehenden Wahlen bleiben. Wie Peter Sammel, der Vorsitzende der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Kreis Südwestpfalz, nach der erweiterten Vorstandssitzung am Freitag in Hinterweidenthal informierte, wird die FWG keinen eigenen Kandidaten nominieren. Für den FWG-Interessenten Alexander Frey aus Leimen ist dieser Verzicht „eine vertane Chance“.

Auf RHEINPFALZ-Nachfrage erklärte Sammel am Samstag: „Wir werden keinen Kandidaten nominieren.“ Man habe sich mit der Geschichte längerfristig befasst, sei derzeit mit sechs Mandaten im Kreistag eine „große oppositionelle Kraft“ und biete dadurch eine Alternative zu den beiden Parteien CDU und SPD im Kreistag. Zwar habe man bei der Mitgliederversammlung im Oktober bereits vom Leimer FWG-Ortsbürgermeister Alexander Frey erfahren, dass dieser bereit sei, seinen Hut in den Ring zu werfen, man habe dies auch toll gefunden – „aber diese Bewerbung musste von der Basis mitgetragen werden, weil die volle Unterstützung dazu benötigt wird“, erklärte Sammel. Und weil ohne die Basis nichts gehe, habe man eine Rückfrage an alle FWG-Ortsverbände gestellt und um Stellungnahme gebeten. „Dies hatte einen rein sachlichen Hintergrund, keinen personellen“, betonte Sammel. Die Rückmeldungen hätten ergeben, dass sich die jeweiligen Ortsverbände zu stark in die eigenen Angelegenheiten und Engagements eingebunden fühlten. Dies wiederum bedeute, dass sowohl zeitlich die Möglichkeit fehle als auch das Personal, um den Wahlkampf so tatkräftig zu unterstützen wie es nötig wäre, so Sammels weitere Gründe zum Verzicht. Unterstützung bedeute, dass man „im Wahlkampf über die Dörfer tingelt, um Stimmen wirbt, Veranstaltungen besucht und das packen wir nicht“, sagt Sammel. Als weiteren Verzichtsgrund führt er an, dass man schon jetzt das Augenmerk auf die Kommunalwahlen von 2019 richte, wo man vor Ort Sachpolitik gestalten und mittragen möchte. „Das war herauszuhören, dass diese Sache für die Mitglieder wichtiger ist, als den Landrat zu stellen“, erklärte der FWG-Kreisvorsitzende. Auch dürfe nicht verhehlt werden, dass die finanziellen Ressourcen begrenzt seien. Zwar habe Frey erklärt, dass er seinen Wahlkampf selbst finanzieren würde, „aber das möchte man nicht alles an ihm hängen lassen, weshalb er dann nicht so aufgestellt wäre wie die beiden anderen Bewerber – Susanne Ganster für die CDU und Peter Spitzer für die SPD. Diese könnten noch aus anderen Töpfen „von oben“ unterstützt werden, was der FWG etwas schwer falle. In der erweiterten Vorstandssitzung am Freitag habe man Frey Dank und Lob ausgesprochen dafür, dass er Flagge gezeigt habe – „das können wir ihm nicht hoch genug anrechnen“. Aber seine Meinung sei: Wenn ein Kandidat sich bewerbe, brauche er einen 100-prozentigen Rückhalt von allen. „Insgesamt haben wir uns sehr schwer getan mit der Entscheidungsfindung“, bekannte Sammel. Wie der FWG-Kreisvorsitzende (370 Mitglieder) weiter informiert, „wird die FWG keine Wahlempfehlung aussprechen, sondern wir bieten unsere Mitarbeit beiden Kandidaten an. “ |mt

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