Rheinpfalz Fussball-internat: Das Spiel ist jetzt endgültig aus

. Vielen Beobachtern kam es gleich suspekt vor, als ausgerechnet Billigheim-Ingenheim als Standort für ein internationales Fußball-Internat auserkoren wurde. Eine Investor-Firma, die keinen Internetauftritt hat, auch nicht im Handelsregister steht. Die nicht die Investitionssumme nennt und auch sonst viele Detailfragen offenließ. Auch der Geldgeber wurde verschwiegen. Inzwischen ist das (Versteck-)Spiel vorbei. Bahrain Royal International Football Academy (Brifa) GmbH & Co. KG kapituliert. „Nach Rücksprache mit meinem Geschäftspartner Thomas Kastler soll ich mitteilen, dass wir von der Realisierung ... Abstand nehmen“. So der knapp bemessene Inhalt eines Schreibens von Jürgen Staneker an die VG-Verwaltung Landau-Land. Mehr nicht. Kein Wort der Begründung dieses Schritts. Als erledigt abgehakt hat das Thema auch der Gemeinderat Billigheim-Ingenheim. Ohne Kommentierung wurde dort die von Ortsbürgermeister Dietmar Pfister verlesene Nachricht zur Kenntnis genommen. Indes, was war das Dorfparlament mehrheitlich Mitte Dezember noch Feuer und Flammen, als die Bauvoranfrage durchgewinkt wurde. Aus Fußballtalenten, aus aller Welt zusammengetrommelt, Stars zu machen, die man gewinnbringend vermarkten kann: Das die Philosophie von Staneker und Kastler. Doch deren Erwartungen erhielten einen Dämpfer, als die Kreisverwaltung zur Bauvoranfrage mitteilte: „Ein positiver Bescheid ist bei jetziger Rechtslage nicht möglich ist, es wird angeboten, die Bauvoranfrage zurückzuziehen“. Der Grund: Es fehlt das Baurecht. Unterdessen machte Verwaltungschef Torsten Blank auch darauf aufmerksam, dass noch weitere Details für eine Verwirklichung fehlten. Unter anderem die Klärung der Schulpflicht und das Ausländer- und Staatsbürgerrecht betreffend, wenn ausländische Talente ausgebildet werden. Bei so viel Gegenwind konnte es nicht verwundern, dass Brifa inzwischen woanders sein Glück versuchte. Doch auch in Mutterstadt ist man nicht weitergekommen.