Rheinpfalz
Fischbach: 250 Besucher besichtigen Area One
Beim deutschlandweiten Tag des offenen Denkmals hatte der Verein Interessengemeinschaft Area One auf das Gelände des ehemaligen Nato-Sonderwaffenlagers bei Fischbach eingeladen. Rund 250 Besucher nutzten bei meist gutem Wetter die Gelegenheit, das Gelände und die Anlagen samt Bunker zu besichtigen.
Die Teilnehmer erfuhren dabei, dass auf diesem Gelände von 1980 bis etwa 1991 nukleare Artilleriegranaten und Sprengköpfe lagerten. Eine Tatsache, die noch immer für viele Menschen neu und schockierend ist. „Ich hätte nicht gedacht, dass außer dem Giftgas bei Clausen, der vielen Munition in den Dahner Lagern auch noch Atomwaffen in unserer Region waren. Wir können dankbar sein, dass es nicht zu Katastrophen durch den Kalten Krieg oder beispielsweise durch einen Flugzeugabsturz über einem der Lager kam“, sagte einer der Besucher.
Vier Stationen zum Jubiläum
Anlässlich des zehnten Vereinsjubiläums der IG wurde das Event mit vier Stationen gestaltet. So konnte man neben der Kunstausstellung „Area One – dreidimensional“ von Stefan und Michelle Längler sowie Sarah Balzert und einer Lesung plus Musik unter dem Titel „Krieg und Frieden“ von „Literatur & Musik ohne Grenzen“, Michael Karst & Friends und der Autorengruppe „Grenzenlos Bad Bergzabern“ auch historische Militärfahrzeuge aus dem Elsass besichtigen. Die Südwestpfalz-Gästeführer stellten Szenen aus dem Kalten Krieg nach. Vereinsvorsitzender Jürgen Rubeck erläuterte, dass man die unter Denkmalschutz stehende Anlage auch außerhalb von Veranstaltungen auf eigene Faust anhand von Infotafeln besichtigen kann. Nach Absprache werden auch Führungen angeboten.
Weitere Informationen zu der Anlage gibt es auf der Vereinshomepage: http://www.ig-area-one.de.