Kaiserslautern
Firmenlauf: So kommt das neue Konzept bei den Teilnehmern an (mit Bildergalerie)
Über den neuen Kurs freuen durften sich nicht nur die Aktiven, die eine ordentliche Portion Natur auf den fünf Kilometern serviert bekamen. Anders als in den Vorjahren gab es diesmal keine großen Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt, da dort keine Straßensperrungen nötig waren. Die neue Strecke passt zudem ins Konzept des Veranstalters b2run, der auch in anderen Städten einen Zieleinlauf in ein Stadion bietet.
7900 Anmeldungen waren es schließlich. Das ist ein neuer Teilnehmerrekord, auf die Beine gestellt von 371 Teams – vom kleinen Handwerksbetrieb bis hin zum Konzern. Stolze 425 Teilnehmer schickte das Westpfalz-Klinikum ins Rennen und stellte damit das größte Team. Auch das Ökumenische Gemeinschaftswerk Pfalz und Amazon Kaiserslautern mit jeweils 200 Aktiven hatten großen Anteil an der gewaltigen Läuferschar, die das Areal rund um den „Betze“ mit Leben erfüllte.
Vorbei am Wildpark
Aufgeteilt in mehrere Gruppen, ging es vom Startplatz beim Stadion durch den Wald, vorbei am Wildpark und schließlich über das Wohngebiet Betzenberg wieder zurück zum Stadion, wo mit dem Durchlaufen des Marathontores und dem Zieleinlauf im traditionsreichen Fußballtempel ein emotionales Finale auf die Läufer wartete. Gerade dies war für viele der Höhepunkt des Tages. Immer wieder wurden Handys gezückt und der große Moment als Selfie-Video festgehalten.
Trotz aller Begeisterung, die viele für die abwechslungsreiche, naturnahe Strecke an den Tag legten, gab es auch kritische Stimmen: „Für einen Firmenlauf fand ich die Strecke echt brutal. Ich bin selbst Läufer, und es ist nicht einfach. Zudem finde ich es schade, dass die Strecke nicht barrierefrei ist“, sagte ein Teilnehmer. Zumindest eine alternative, „barrierearme“ Route war ausgewiesen. Die Standard-Strecke forderte hingegen mit einem knackigen Anstieg und ebensolchem Gefälle ihren Tribut. So mancher wechselte an heiklen Passagen vom Laufen aufs Gehen. Potenzielle Stolperfallen wie herausstehende Wurzeln in den Waldpassagen waren mit roter Farbe markiert, um das Unfallrisiko zu minimieren.
Feuerwehrmann läuft in kompletter Montur
„Wir sehen das ganze als sportliche Herausforderung“, sagte Berufsfeuerwehrmann Nils Burgmann, der mit einigen seiner Kollegen in kompletter Einsatzmontur den Rundkurs in Angriff nahm. „Man muss als Feuerwehrmann ja ohnehin fit sein, aber das hier ist doch das i-Tüpfelchen. Wir haben so ein paar Sport-Verrückte, die wollen das einfach mit Klamotten machen.“ Viele weitere Teilnehmer hatten sich entschieden, nicht einfach nur mit Rennshirt und Rennhose an den Start zu gehen, sondern ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. So begeisterte das Team Kreißsaal des Westpfalz-Klinikums mit Klapperstorch-Luftballons, Riesen-Bananen rannten über den Betzenberg und die Frauen der Stadtbibliothek warfen sich in kreativ gestaltete Röcke.
Das Finale im Stadion war nur ein kurzes: Die Läufer wurden nach dem Zieleinlauf sogleich gebeten, das mit Ausnahme von einigen wenigen wartenden Zuschauern leere Stadion unmittelbar wieder zu verlassen. Viele hätten sich gewünscht, diesen Moment länger auskosten zu dürfen.
HNO-Praxis hat die Nase vorn
Fünf Kilometer wollten alle schaffen – die einen mit dem Wunsch, überhaupt anzukommen, die anderen voller Ehrgeiz, die Schnellsten zu sein. Und so bahnte sich schon nach wenigen Hundert Metern des ersten Starterfeldes an, dass gleich zwei Teilnehmer der HNO-Praxis Dr. Göpel allen anderen davonlaufen: Tim Könnel erreichte nach 15:59,6 Minuten das Ziel mit einem satten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Max Kries vom Team Kries Zahnheilkunde und auf Michael Wiebelt (Immobilien Wenk). Jessica Keller siegte bei den Frauen und ließ zwischen sich und Alexandra Roth-Grüner und Julia Könnel (DLR Westpfalz) sogar mehr als zwei Minuten. Ihre Zeit von 17:58,6 Minuten sicherte ihr sogar Platz elf in der Gesamtwertung.