Rheinpfalz Für Realschule nimmt Kreis viel Geld in die Hand
Zwei Millionen Euro sind im Schulbauprogramm des Landkreises Südwestpfalz für Sanierung und Umbauten an der Hauensteiner Wasgauschule vorgesehen. „Noch im Februar sollen die Planungsaufträge für ein Architekturbüro sowie für die Elektroarbeiten vergeben werden“, teilte Ulla Eder, Sprecherin der Kreisverwaltung Südwestpfalz, auf Anfrage mit.
Im Einzelnen sind im Schulbauprogramm, dessen Finanzierungsansätze in den Haushalt des Kreises in den jeweiligen Jahren übernommen werden, die Generalsanierung der Wasgauhalle und der Toilettenanlage in der Pausenhalle sowie der Anbau einer Mensa vorgesehen. An der Sporthalle ist das Dach zu sanieren, wofür 500.000 Euro veranschlagt sind. Seit vielen Jahren schon ist der punktelastische Kunststoffbodenbelag ein Sanierungsfall, der immer wieder kleinere Reparaturen notwendig machte. Um ihn grundlegend zu sanieren, rechnet man mit Kosten von 140.000 Euro. 50.000 Euro sollen in die Umgestaltung der Duschen, weitere 230.000 Euro in die Beleuchtungsanlagen der Schule investiert werden. Sanierungsstau besteht auch seit vielen Jahren an der Toilettenanlage in der Pausenhalle, die auch vom Hof aus zugänglich ist. Hierfür sind 150.000 Euro vorgesehen. In dem Gesamtbetrag von 1,65 Millionen Euro für die aufgeführten Sanierungsarbeiten sind die Planungskosten, unter anderem auch die Kosten für die Sanierung der Hallendecke, für Geräteraumtore und für die Elektrik enthalten, so Eder. Weitere 350.000 Euro wird der Landkreis, der Schulträger der Realschule plus ist, in den Anbau einer Mensa investieren. Bisher nehmen die Ganztagsschüler ihr Mittagessen in einem früheren Schulsaal im Erdgeschoss und recht beengt ein. „Konkrete Planungen kann es erst geben, wenn die Planungsbüros ihre Arbeit aufgenommen haben“, stellt Eder weiter fest. „Die Durchführung der Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten erstreckt sich auf einen Zeitraum von etwa drei Jahren, da teilweise nur in den Sommerferien gearbeitet werden kann“, beschreibt Eder ein ungefähres Zeitfenster. „Ob in diesem Jahr noch mit den Arbeiten begonnen werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch fraglich. Spätestens 2017 soll es aber losgehen.“ In der Schule hat man sich in der Vergangenheit natürlich bereits Gedanken über eine erweiterte Mensa gemacht. „Ohne den Planern vorgreifen zu wollen: Denkbar wäre die Umgestaltung der Pausenhalle zu einer Mensa oder eine Lösung, bei der eine entsprechende Räumlichkeit als Obergeschoss auf die Pausenhalle aufgesetzt wird“, beschreibt Schulleiter Michael Schlick zwei Möglichkeiten, bei denen „natürlich der Kostenfaktor zu berücksichtigen“ sei. „Grundsätzlich ist die gesamte Schulgemeinschaft überaus froh, dass der Schulträger nun in das Schulgebäude und in die Halle investiert. Das wird die Attraktivität unserer Schule erhalten und weiter erhöhen“, ist sich der Schulleiter sicher. Die Wasgauschule wird derzeit von 288 Schülern besucht. Die Ganztagsschule wird hervorragend angenommen: 213 Schüler werden in zehn Ganztagsklassen unterrichtet. Eine Besonderheit der Schule, deren Unterricht erst um 8.20 Uhr beginnt, ist es, dass sich die Schultüren bereits um 7.30 Uhr öffnen und den Kindern und Jugendlichen ein preiswertes Frühstück mit einem Heißgetränk angeboten wird. Als „folgerichtige Entscheidung für den Schulstandort Hauenstein und die gesamte Verbandsgemeinde“ wertet Verbandsbürgermeister Werner Kölsch die „durchgreifenden Verbesserungen“. Nachdem sich nun die Schülerzahlen dank des großen Engagements der Schulleitung, des Kollegiums, des Schulelternbeirat und auch des Fördervereins äußerst positiv entwickelt hätten, sei das „der Lohn für die Arbeit aller Beteiligten“. Für die Infrastruktur der Verbandsgemeinde Hauenstein sei die Realschule plus ein unverzichtbarer Bestandteil, „gerade wenn es um den Erhalt und den Fortbestand unserer Verbandsgemeinde geht“, sagte Kölsch auf Anfrage. Er betont, dass auch die Turn- und Sportvereine der Verbandsgemeinde „von den verbesserten Bedingungen in der Wasgauhalle profitieren“ werden. (ran)