Rheinpfalz Für Ärzte wird gemeinsame Einrichtung notwendig

Verbandsbürgermeister Michael Zwick hat sich gemeinsam mit den Beigeordneten und Fraktionsvorsitzenden im VG-Rat mit Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zu Sondierungsgesprächen hinsichtlich der Zukunft der ärztlichen Versorgung in der Verbandsgemeinde getroffen. Es ging auch darum, wie eine Gemeinschaftseinrichtung für Ärzte realisiert werden könnte.
will das Gespräch als einen von vielen Schritten verstanden wissen, „die es noch braucht, bis wir mit einer konkreten Maßnahme beginnen können. Die KV wird uns verschiedenste Unterlagen zur Verfügung stellen, welche Lösungsmöglichkeiten es aus ihrer Sicht gibt“, sagte Zwick. Alle Gespräche, die er bisher geführt habe, liefen darauf hinaus, dass man eine Gemeinschaftseinrichtung brauche. Wie die aussehen wird – ob Gemeinschaftspraxis, Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) oder genossenschaftliche Lösung –, sehe er noch nicht konkret. Anhand der Unterlagen der KV werde man sich über Beispiele, Initiativen und Fördermöglichkeiten informieren. „Für eine gemeinschaftliche Lösung wie ein MVZ werden wir auf einen Investor angewiesen sein, auf jemanden, der es betreibt, und auf die Mitarbeit der Ärzte. Letztere haben ihre Bereitschaft schon deutlich signalisiert“, sagte Zwick. Zudem wolle man sich zusammen mit den Ärzten Gedanken machen, wie man frühzeitig Medizinstudenten aus der Region gezielt ansprechen könne. Über die Seiten der KV solle die Verbandsgemeinde verlinkt werden, „damit wir gefunden werden können, wenn jemand einen Niederlassungsort sucht“, so Zwick. Man müsse die Vorzüge der Region deutlicher herausstellen. „Wenn jemand mit Familie kommt, sind wir bei Schulen und Kindergärten hervorragend aufgestellt. Hier muss niemand auf einen Platz im Kindergarten warten“, so Zwick. Problematischer sieht er das Arbeitsangebot für die Ehepartner der Ärzte. Für ihn sei wichtig, im Gespräch zu bleiben, auch in Kontakt mit der Initiative des Landkreises. Auf einen Zeitplan für konkrete Maßnahmen wollte Zwick sich nicht festlegen. „Das wäre zum jetzigen Zeitpunkt fahrlässig, aber im Laufe des nächsten Jahres müssen wir in eine Konkretisierungsphase kommen, die Zeit drängt. Sorgen bereitet mir vor allem das Sauertal. Die Ärzte haben signalisiert, dass sie in naher Zukunft aufhören.“