Rheinpfalz Es fehlt an Dienstbekleidung

In den nächsten fünf Jahren muss die Verbandsgemeinde Pirmasens-Land voraussichtlich 330.000 Euro für Fahrzeuge für die Wehren Schweix, Bottenbach und Obersimten ausgeben. Das ergibt sich aus dem Entwurf der dritten Fortschreibung des Organisations- und Bedarfsplanes, den die Feuerwehr erstellt hat. Heute, 17 Uhr, befasst sich der Hauptausschuss bei seiner Sitzung im Pirmasenser Verwaltungsgebäude mit dem Plan.
Wehrleiter Bernd Hunsicker und sein Stellvertreter Hans-Peter Maschino werden den Planentwurf mit den Anschaffungen und den Investitionen im Hauptausschuss erläutern. Er orientiert sich am Ist-Zustand der Wehr und den Anforderungen, die die Aufgaben im Brand- und Katastrophenschutz und der technischen Hilfeleistungen stellen. Die Feuerwehr der VG Pirmasens-Land besteht aus elf Einheiten in Bottenbach, Eppenbrunn, Hilst, Kröppen, Lemberg, Obersimten, Ruppertsweiler, Schweix, Trulben, Hochstellerhof und Vinningen. Der aktuelle Organisationsplan stammt aus dem Jahr 2011. Er soll nun zum dritten Mal fortgeschrieben werden und dann für fünf weitere Jahre gelten. Dazu soll der Hauptausschuss heute für den Verbandsgemeinderat eine Empfehlung erarbeiten. Für das kommende Jahr ist für die Schweixer Löscheinheit die Anschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges beziehungsweise Kleinlöschfahrzeuges vorgesehen. Das typgleiche Fahrzeug soll im Jahr 2022 Obersimten erhalten. 2020 ist für die Löscheinheit Bottenbach die Anschaffung eines Einsatzleitwagens vorgesehen. Für 2023 ist dann die Ersatzbeschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs für die Lemberger Wehr geplant. 220.000 Euro soll das kosten. Die Beschaffung von Dienstkleidung ist zugunsten anderer Ausrüstungsgegenstände zurückgestellt worden. Allerdings besteht bei der Dienstbekleidung derzeit ein großer Bedarf. Der Entwurf stellt fest, dass derzeit noch nicht einmal alle Führungskräfte mit Dienstkleidung ausgestattet sind, was bei offiziellen Veranstaltungen kein gutes Bild auf die Verbandsgemeinde werfe. Für die kommenden fünf Jahre sind daher je 3500 Euro zur Vervollständigung der Dienstkleidung vorgesehen. Um den Brandschutz geht es auch in einem weiteren Punkt. Der Verbandsgemeinderat hatte die Verwaltung um Prüfung gebeten, ob Brandschutzverhütungsvorschriften auch für Schulen gelten. Bei der Brandverhütungsschau 2016 wurden an den Gebäuden der Grundschule Lemberg erhebliche Mängel festgestellt. Nachdem diese Frage inzwischen geklärt ist, soll der Hauptausschuss den Auftrag zur Erstellung der Flucht- und Rettungswege, der Feuerwehrpläne und der Brandschutzordnungen sowie der Anlagentechnik für die Alarmierung an den wirtschaftlichsten Bieter vergeben. 22.000 Euro wird das voraussichtlich kosten. Daneben geht es um eine Grundsatzentscheidung über die Nutzung des Digitalen Politik und Informationssystems als Erweiterung des Ratsinformationssystems. Drei Möglichkeiten zur weiteren Nutzung der App mittels Tablet stehen zur Debatte. Nichtöffentlich befasst sich der Ausschuss erneut mit der Lemberger Grundschule. Es soll eine Empfehlung erarbeitet werden, wie das Gebäude künftig genutzt oder ob es eventuell veräußert werden soll.