Rheinpfalz „Erschreckende Stimmung“

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Das Caritas-Altenzentrums St. Nikolaus Landstuhl schließt am 30. November (wir berichteten). Die Bürgermeister von Verbandsgemeinde und Stadt, Peter Degenhardt und Ralf Hersina, fordern eine deutlich längere Frist bis zur Schließung. Dabei haben sie den Sommer 2016 im Auge. Der Landtagsabgeordnete Daniel Schäffner spricht von einer erschreckenden Stimmung vor Ort.

Viele Bewohner, deren Angehörige und Mitarbeiter hatten erst aus der Presse von der Schließung erfahren. „Gerade von einem christlichen Träger hätte ich eine andere Vorgehensweise erwartet“, betont Hersina. Angehörige wüssten nicht, wo sie pflegebedürftige Familienmitglieder so kurzfristig unterbringen sollen, und die Mitarbeiter sorgten sich um ihre berufliche Perspektive. In Schreiben an Bischof Karl-Heinz Wiesemann und Caritas-Direktor Vincenz du Bellier fordern die beiden Bürgermeister, die endgültige Schließung in den Sommer 2016 zu verschieben. Denn dadurch hätten Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter wenigstens etwas mehr Zeit, um eine Lösung zu finden. Mit großer Verwunderung habe er aus der Presse erfahren, dass das Caritas-Zentrum St. Nikolaus zum 30. November schließen werde, sagt Landtagsabgeordneter Daniel Schäffner. „Noch mehr als die Tatsache, dass die Einrichtung geschlossen wird, hat mich dabei der Zeitpunkt der Bekanntgabe der Schließung irritiert“, zeigt er sich verwundert über die Informationspolitik der Caritas. Gleich am 1. Juni habe er das Altenzentrum besucht. „Bei meinem Vor-Ort-Termin ist mir eine sehr bedrückende und zum Teil erschreckende Stimmung entgegengekommen.“ Bei Mitarbeitern und Bewohnern herrsche „großes Unverständnis und Entsetzen“, beschreibt er die Lage in St. Nikolaus. In einem Schreiben an du Bellier appelliert Schäffner an die Caritas, sich an einer schnellen Lösungsfindung im Sinne der Betroffenen zu beteiligen. (bby)

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