Rheinpfalz
Erfweiler: Ein neues Café mit Brauhaus
Gastronomisch tut sich etwas im Ort. Christopher Schwarz wird im Frühjahr 2020 das ehemalige Café Anstett wieder eröffnen. Geplant ist auch ein Brauhaus.
Im vergangenen Jahr hat der 1990 geborene Mechatroniker das Gebäude gekauft. Vier Zimmer wurden renoviert, sind seit Ostern in Betrieb, modern ausgestattet mit Internet und Fernsehen; sie werden an Wanderer auch für eine Nacht vermietet. Nun ist Schwarz dabei, mit Unterstützung seiner Eltern Manuela und Martin Schwarz, den Gastraum zu renovieren. „Wir machen das meiste selbst, deshalb dauert es halt auch ein wenig länger“, sagt er. Mutter Manuela managt zurzeit auch die Pensionszimmer und wird dann mit ihrem Sohn in der Gaststätte arbeiten. Im Job bei der BASF hat er schon einige Stunden reduziert, um Freiraum für die Renovierungen zu haben. „Aber mein Ziel ist schon, hiervon leben zu können“, sagt Schwarz mit Blick auf das tägliche Pendeln nach Ludwigshafen.
Renovierter Gastraum mit Retro-Charme
Mit seiner Partnerin Stefanie Friedrich hat er die Wohnung im Obergeschoss des Gebäudes bezogen, sie arbeitet als Krankenschwester. Der Gastraum mit ungefähr 60 Sitzplätzen wird mit seinem Retro-Charme erhalten bleiben. Ein neuer Fußboden, ein frischer Anstrich an der Wand und Vater Martin ist gerade dabei, die Toiletten zu renovieren – „in so einem Altbau erlebt man immer wieder Überraschungen“, erzählt er lachend. Den ersten Wasserschaden hat die Familie schon hinter sich, der Balkon war undicht. Die Möbel für den Gastraum hat Schwarz gebraucht erworben – „das muss für den Anfang mal reichen“ meint er. Die Thekeneinrichtung konnte er Rast Klapetek abkaufen, etwas umgebaut und mit neuer Granitplatte versehen ist sie ein Hingucker. Auch die roten Barhocker am Tresen werden viele Gäste noch aus dem ehemaligen Café Central in Dahn in Erinnerung haben. „In der Küche müssen wir noch bissel was machen“, erzählt Schwarz. Und im Hof wird ein Brauhaus angebaut, „da warten wir auf die Baugenehmigung, damit wir starten können“. Von Verwandten aus Bayern hat er die Brauerei übernommen. „Der Braumeister hat gesagt, er bleibt hier, bis das Ganze steht und das erste Bier läuft“ ,sagt Schwarz.
Selbstgemachte Kuchen und kleine Speisekarte
Das denkmalgeschützte Gebäude von 1758 nebenan gehört auch zum Anwesen. Das möchte er gerne vermieten, „aber alles der Reihe nach“, sagt er lachend. Selbstgebackenen Kuchen von Mama Manuela wird es geben, ansonsten wird die Speisekarte eher klein gehalten werden, mit Pfälzer Spezialitäten.
Schwarz ist ein überzeugtes „Dorfkind“, er fühlt sich wohl in seinem Heimatort. „Was gibt es schöneres, als im eigenen Dorf zu arbeiten“, sagt er. Bis alles fertig ist, wird er inklusive Kaufpreis rund eine halbe Million investiert haben. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ fragt Schwarz und blickt voller Ideen in die Zukunft.