Rheinpfalz Ende der Feuerwehr-Zeit erhofft
Die Ummeldung für die Pfalzwerke liegt schon auf ihrem Schreibtisch im Arbeitszimmer in der Wiesenstraße in Rieschweiler. Doch bis Pfarrerin Petra Armbrust-Stepponat an ihre neue Wirkungsstätte umzieht, wird es noch mindestens bis März dauern. Sie folgt Pfarrer Otto E. Müller als Pfarrerin für die Gemeinden Wallhalben und Herschberg, wird aber anders als ihr Vorgänger ins ehemals umgewidmete Pfarramt in Herschberg ziehen.
„Am Wallhalber Pfarrhaus und auch an der Wallhalber Kirche ist sehr lange nichts gemacht worden. Die Entscheidung fiel allen Beteiligten, vor allem den beiden Presbyterien, sehr schwer, aber wir sind schließlich den Weg der Vernunft gegangen“, sagt Petra Armbrust-Stepponat zu den Plänen. Die beiden Presbyterien von Wallhalben und Herschberg hatten sich auf diese Regelung verständigt, als klar wurde, dass eine Sanierung des Wallhalber Pfarrhauses zu teuer und zu zeitaufwendig wäre. Mit unterschiedlichen Dienstorten hat die 56-Jährige, die aus der Vorderpfalz bei Neustadt an der Weinstraße stammt, durchaus schon Erfahrung. Von 1992 bis 2004 hatte sie die Pfarrstelle in Rieschweiler inne, zwischen 2004 und 2011 hat sie in der Kirchengemeinde Zweibrücken-Ernstweiler gearbeitet, von 2011 bis 2015 war sie zur Dienstleistung dem Dekanat Pirmasens zugeordnet und hat als Feuerwehr-Pfarrerin dort ausgeholfen, wo es nötig war. So hat sie beispielsweise in den Kirchengemeinden Thaleischweiler und Höheischweiler gewirkt. In Wallhalben und Herschberg will Petra Armbrust-Stepponat länger bleiben. „Ich hoffe, das ist meine letzte Stelle und die Feuerwehr-Zeit hat ein Ende“, sagt sie zuhause am Wohnzimmertisch. Dies hänge allerdings von den Presbyterien ab, man müsse sich einfach verstehen miteinander. „Pfarrerin sein ist Beziehungsarbeit“, ist sie überzeugt. Die Springer-Zeit sei zwar spannend gewesen, aber nach vier Jahren in ständig wechselnden Gemeinden freut sie sich jetzt auf ein wenig Konstanz mit einer festen Gemeinde von rund 1400 Gemeindegliedern. Auch wenn sie dafür umziehen muss. Armbrust-Stepponat ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder im Alter von 20 und 21 Jahren und zwei Katzen. Ihre Tochter studiert in Saarbrücken und wohnt nicht mehr bei ihren Eltern, der 20-jährige Sohn zieht mit um nach Herschberg. Doch auch dort muss das Pfarrhaus erst renoviert werden. Nach der Umwidmung vor etlichen Jahren, nachdem es als Pfarrhaus nicht mehr gebraucht wurde, war das Gebäude als Wohnhaus an Privatleute vermietet worden. Jetzt muss es vom Dekanat wieder in ein Pfarrhaus umgewidmet und saniert werden. Ende März ist der Umzug der Pfarrerinnenfamilie geplant. Den umgekehrten Weg geht das Wallhalber Pfarrhaus. Es muss als Wohnort eines Pfarrers umgewidmet und somit zur weiteren, nichtkirchlichen Nutzung freigegeben werden. Was genau mit dem Gebäude in direkter Nachbarschaft zu protestantischen Kirche geschieht, weiß Armbrust-Stepponat noch nicht, nennt aber zwei mögliche Szenarien: Entweder wird das Haus direkt verkauft oder ebenfalls saniert. Der bisherige Bewohner, Armbrust-Stepponats Amtsvorgänger Otto E. Müller, ist bereits im August aus- und nach Thüringen weggezogen. Info Am morgigen Sonntag, 14 Uhr, wird Pfarrerin Petra Armbrust-Stepponat mit einem Festgottesdienst in der protestantischen Kirche in Wallhalben in ihr neues Amt eingeführt. (mml)