Rheinpfalz Einwurf: Vergebene Liebesmüh’

In Sachen B-10-Ausbau ist schon zig-mal bemängelt worden, dass das Pferd von hinten aufgezäumt wurde. Die aktuellen Staus beweisen erneut, wie berechtigt diese Kritik ist.
Die Straße kann noch so schön vierspurig ausgebaut sein – wenn mittendrin eine Ampel steht, die den Verkehr aufhält, ist das alles vergebene Liebesmüh’. Erst hätte das Rotlicht in Hinterweidenthal weg gemusst, dann hätte der restliche vierspurige Ausbau mit dem Versetzen von Bergen und toller Grünbrücke gerne folgen können. So wichtig der durchgängig vierspurige Ausbau bis Landau auch sein mag, mit dessen scheibchenweiser Realisierung wird der Fehler wiederholt. Das nächste Nadelöhr werden die vier Tunnel bei Annweiler sein. Bevor die „einfachen“ Strecken, etwa zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein, ausgebaut werden, müssten bei Annweiler zusätzliche Röhren in den Fels gebohrt werden, damit die Staus nicht einfach nur dorthin verlagert werden. Es bleibt dabei: Ein vierspuriger Ausbau der B 10 macht nur Sinn, wenn er nicht durchgängig von Pirmasens bis Landau verwirklicht wird, sondern auch zügig – und in der richtigen Reihenfolge.