Rheinpfalz Eingreifen bevor es kracht
Um Problemen mit Jugendlichen vorzubeugen oder bei auftretenden Schwierigkeiten sofort reagieren zu können, gibt es künftig einen fest angestellten Jugendreferenten in der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben.
Der CVJM Pfalz wird diese Stelle schaffen. Der Verbandsgemeinderat votierte am Mittwoch einstimmig dafür, diese mit 15.000 Euro zu bezuschussen. Zunächst ist die Stelle auf ein Jahr befristet. Der CVJM steuert 7600 Euro bei, 23.420 Euro der Kosten übernehmen Kreis (Anteil: 5000 Euro) und Land gemeinsam. Der Jugendreferent – eingestellt werden soll ein junger Absolvent einer sozialpädagogischen Ausbildung – soll an drei bis vier Tagen im CVJM-Haus in Waldfischbach-Burgalben von 14 bis 21 Uhr Angebote (Spiele, Work-Shops) für Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre schaffen. Die Angebote sollen nicht auf Waldfischbach-Burgalben begrenzt sein, aber hier bestehe der höchste Bedarf, und mit dem CVJM-Haus gibt es gute Voraussetzungen. Ausdrücklich sind auch Flüchtlinge willkommen, es soll Integrationsarbeit geleistet werden. Dabei soll auch eng mit den bereits vorhandenen Institutionen in der Jugendarbeit – Jugendpfleger, Mehrgenerationenhaus – zusammengearbeitet werden. Ziel sei es, sagte Verbandsbürgermeister Lothar Weber, dass Probleme, wie es sie 2017 in Waldfischbach-Burgalben mit den Streetwheelie-Ryderz gegeben habe, die die Straße zu ihrem Spielplatz auserkoren hatten, schon im Vorfeld gelöst werden sollen. Ob das funktioniert, werde sich in dem Projektjahr zeigen. Es fehle in vielen Fällen – gerade wenn Jugendliche nicht in Vereinen engagiert seien – ein Ansprechpartner. Die Verbandsgemeinde wird für dieses Projekt die vom Bund zur Verfügung gestellten Gelder aus der sogenannten Integrationspauschale verwenden. Man habe sich schon früh darauf verständigt, diese nicht im Gießkannenprinzip zu verteilen, sondern gebündelt und zielgerichtet zu nutzen, erklärte Weber. Weber kündigte an, dass die Aktivitäten aller Stellen stärker gebündelt werden sollen. Unter anderem wird Jugendpfleger Andreas Schröder demnächst ein Büro in der Verbandsgemeindeverwaltung erhalten. Demnächst wird das Mehrgenerationenhaus seine Arbeit im Rat vorstellen. Ein Anliegen der CDU sei, sagte deren Fraktionssprecher Peter Kunow, dass das neue Projekt im Rat vorgestellt und die mögliche Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde erläutert werden sollen. Bürgerblock-Sprecher Hans-Peter Peifer sprach von einer grundsätzlich sinnvollen Sache und SPD-Fraktionssprecher Jochen Werle ging angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung davon aus, dass die Kommunen in diesem Bereich künftig stärker gefordert sein werden.