Rheinpfalz Eine Bleibe für besonders schutzwürdige Flüchtlinge

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Für Sonntag werden weitere Flüchtlinge in Zweibrücken erwartet: im früheren Hotel Europa auf dem Flughafen-Gelände. „Wir werden fertig“, versicherte auf Anfrage Tassilo Wilhelm vom Kreisverband Zweibrücken des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), der die Einrichtung betreuen wird.

Wie am 13. Oktober berichtet, wird aus dem Hotel eine Erstaufnahmeeinrichtung für 400 Flüchtlinge. Der Zweibrücker ASB wurde darüber auch erst am 12. Oktober informiert. „Seitdem sind wir hier am Rödeln“, wie Wilhelm im Gespräch mit der RHEINPFALZ sagte. Das Ehepaar Kölsch, das bisher das Hotel betrieb, räume die Zimmer nach und nach aus, und der ASB räume sie eins nach dem anderen wieder ein. Regale seien bereits aufgestellt, gestern sollten 200 Doppelstockbetten kommen, die das Land organisiert habe. Die ASB-Jugend habe neben dem Hotel ein Zelt aufgebaut, in dem Geräte, Material und bereits gelieferte Einrichtungsgegenstände gelagert werden, so Wilhelm. Einige Elektroanschlüsse müssten noch gelegt werden, an allen Ecken und Enden werde noch gearbeitet. „Aber wir schaffen das bis Sonntag“, sagte Wilhelm. Seine Leute seien unermüdlich im Einsatz, vier bis sechs seien für die Vorbereitungen immer im Gebäude, manchmal auch zehn, plus einige Ehrenamtliche, die nach ihrem Feierabend noch helfen, aus dem Hotel eine vorübergehende Bleibe für 400 Menschen zu machen. Die Verpflegung sei bereits geordert. Der ASB beziehe die warmen Mahlzeiten über die Firma Hofmann Menü-Manufaktur, ein Großhersteller von Fertigmenüs, die vor Ort erhitzt und zu Ende gegart werden. Auf religiöse Eigenheiten bezüglich des Essens könne diese reagieren, so Wilhelm. Was die Zulieferung von weiteren Lebensmitteln etwa für das Frühstück und Abendessen sowie Hygieneartikeln angehe, arbeite der ASB, wie auch das Rote Kreuz, mit der Heinrich-Kimmle-Stiftung zusammen. Ein Hotelraum werde zur Kleiderkammer umfunktioniert. „Wir haben genug Kleidung. Wir arbeiten mit dem Beirat für Migration und Integration zusammen, der Kleider gesammelt hat, und wir nehmen auch keine weiteren Spenden mehr an“, informierte Wilhelm. Ein Ambulanzraum, in dem kranke Flüchtlinge untersucht und behandelt werden können, werde auch noch eingerichtet. Beim ärztlichen Dienst wolle man mit dem Roten Kreuz zusammenarbeiten. „Dort bieten ja schon einige Ärzte aus der Gegend Sprechstunden an, wir wollen noch weitere dazuholen.“ Gemeinsame Dienstpläne seien angepeilt. Wie sich die Anreise der Flüchtlinge am Sonntag letztlich gestaltet, weiß Wilhelm noch nicht, auch nicht, wie viele es am ersten Tag sein werden. „Wir warten hier einfach mit einer ausreichenden Anzahl an Mitarbeitern und heißen die Menschen dann hier willkommen. Eine Uhrzeit ist uns noch nicht bekannt“, sagt ASB-Mitarbeiter Wilhelm, der damit rechnet, dass sich die neue Unterkunft auf dem Flughafengelände – in der besonders schutzwürdige Flüchtlinge, etwa alleinreisende Frauen mit Kindern unterkommen sollen – binnen weniger Tage komplett füllt. (sig)

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