Rheinpfalz „Ein großes Werk“

Beate Schnur aus Bottenbach bleibt Vorsitzende des Landfrauen-Kreisverbands Südwestpfalz. Sie wurde in der Vertreterinnenversammlung am Montag in Niederhausen im Amt bestätigt und geht damit in ihre siebte Amtszeit. Neue Stellvertreterin ist Susanne Heim aus Höheinöd.
Seit 18 Jahren leitet Schnur den Kreisverband. „Es ist immer wichtig, für die Frauen im ländlichen Raum da zu sein“, unterstrich sie. Dabei gebe es viele Gestaltungsmöglichkeiten. Die die 49-Jährige kündigte an, dass dies ihre letzte Amtszeit sei. „Für einen Verband ist es gut, wenn es Veränderungen gibt“, sagte sie und versprach, sich in den nächsten drei Jahren noch einmal mit voller Kraft einzusetzen. Die neue zweite Vorsitzende heißt Susanne Heim und kommt aus dem Ortsverein Höheinöd. Sie wolle den Generationen-Wandel begleiten, die öffentliche Wahrnehmung der Landfrauen zu verbessern helfen und bei der Dorfentwicklung mitgestalten, so Heim. Barbara Stöckle aus Stambach war nicht mehr angetreten. Es sei an der Zeit, Jüngeren Platz zu machen, sagte die 60-Jährige, die 18 Jahre lang Stellvertreterin von Schnur war. „Ich habe das richtig gern gemacht, und wir waren ein tolles Team“, betonte Stöckle. Sie bleibt dem Kreisverband im Ausschuss erhalten. Um die Aufgaben auf viele Schultern zu verteilen, wurden sieben Frauen in den Ausschuss gewählt. Sie freue sich, dass sich so viele junge Frauen für die Landfrauen einsetzen wollen, sagte Schnur. Jüngste im Team ist die 28-jährige Kerstin Winter von den Jungen Landfrauen. Derzeit hat der Landfrauen-Kreisverband Südwestpfalz 2122 Mitglieder in 32 Ortsvereinen. 2018 haben laut Schnur rund 1000 Frauen und Männer Angebote des Kreisverbands genutzt. „Und dazu kommen ja noch die Angebote der Ortsvereine. In der Summe ist das ein großes Werk“, betonte Schnur. Besonders habe sie sich darüber gefreut, dass sich der Kreisverband wieder vergrößert hat. In Knopp-Labach und in Großsteinhausen seien Ortsvereine gegründet, in Rimschweiler sei ein neuer Landfrauenverein ins Leben gerufen worden. Ein Wermutstropfen sind die Jungen Landfrauen. Obwohl man inzwischen 115 Mitglieder habe, seien nie mehr als fünf Teilnehmer zu einer Veranstaltung gekommen, bedauerte Winter. Es gelte, die Zukunft zu sichern, man müsse die Jungen Landfrauen mehr in Kreis- und Landesverband integrieren, forderte Schnur. Basis seien die Ortsvereine. „Wir wollen hier was verändern, die junge Generation ist uns wichtig“, betonte die Vorsitzende. Ins neue Programm sollten mehr Themen für junge Frauen einfließen. Für ihr Engagement als Vorsitzende in den Ortsvereinen wurden sieben Frauen geehrt. Silbernes Jubiläum feiern Gisela Westrich aus Herschberg und Ute Scherer aus Höheischweiler. 25 Jahre an der Spitze des Vereins, das sei schon eine ganz besondere Leistung, lobte Schnur. „Ehrenämter sind ein bisschen Last, aber auch viel Freude.“ Beate Schnur bedankte sich auch bei den Kursleitern sowie den Frauen, die aus dem Vorstand des Kreisverbands ausgeschieden sind: Waltraud Triem, Christine Mayer und Gertrud Rothhaar. „Sie waren sehr engagiert und immer konstruktiv. Ich hoffe, dass sie uns trotzdem weiterhin Input geben“, betonte Schnur. Wahlen Vorsitzende: Beate Schnur (Bottenbach), zweite Vorsitzende: Susanne Heim (Höheinöd), Ausschuss: Heike Bißbort (Windsberg), Rita Bißbort (Krähenberg), Nadine Sauer (Windsberg), Kerstin Winter (Kröppen), Sandra Wolf (Hengstbach), Andrea Steuer-Anstätt (Kleinsteinhausen), Barbara Stöckle (Stambach). Ehrungen —Zehn Jahre Mitgliedschaft: Hilde Reschke (Hornbach) —15 Jahre: Irmtraud Müller (Hermersberg), Erika Bachmann (Dietrichingen), Gerda Huber und Anneliese Hüther (Dellfeld) —25 Jahre: Gisela Westrich (Herschberg) und Ute Scherer (Höheischweiler).