Rheinpfalz Eher Neubau als Reno

Das Reno-Verwaltungsgebäude in Thaleischweiler-Fröschen ist als Verwaltungssitz offenbar aus dem Rennen: Es ist angeblich nicht
Das Reno-Verwaltungsgebäude in Thaleischweiler-Fröschen ist als Verwaltungssitz offenbar aus dem Rennen: Es ist angeblich nicht für die Verbandsgemeinde geeignet, habe etwa Großraumbüros und zu ausladende Flure.

Bekommt die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben ein neues Rathaus, würde das wohl mindestens fünf bis sechs Millionen Euro kosten. Das geht nach RHEINPFALZ-Informationen aus der Studie hervor, die sich mit der Zukunft des bisherigen Rathauses in Thaleischweiler-Fröschen befasst. Dass die Verbandsgemeinde ins Reno-Verwaltungsgebäude zieht, gilt als ausgeschlossen.

Das Architekturbüro Sander Hofrichter aus Ludwigshafen hat im Auftrag des Verbandsgemeinderates Thaleischweiler-Wallhalben in einer sogenannten Machbarkeitsstudie vier Varianten geprüft, wo die Verwaltung der Verbandsgemeinde unterkommen soll: Neben einer Sanierung des Rathauses in Thaleischweiler samt Anbau geht es um eine Sanierung der Häuser in Thaleischweiler und Wallhalben, einen kompletten Neubau oder die Umnutzung des Verwaltungsgebäudes der Firma Reno in Thaleischweiler. Die Studie ist fertig, aber noch nicht öffentlich. Am 22. Februar soll sie im Verbandsgemeinderat vorgestellt werden. Wie die RHEINPFALZ erfuhr, ist die Reno-Variante offenbar aus dem Rennen. Das Verwaltungsgebäude in der Uferstraße sei nicht für die Verbandsgemeinde geeignet, habe etwa Großraumbüros und zu ausladende Flure, müsste aufwändig umgebaut werden. Dem Vernehmen nach gibt die Studie keine klare Empfehlung. Doch gelten die Kosten bei der Variante Neubau langfristig gesehen als am besten zu kalkulieren. Ein neues Verwaltungsgebäude würde demnach fünf bis sechs Millionen Euro kosten. Wobei für die Berechnung offenbar kein konkreter Standort herangezogen wurde. Je nachdem, wo der Neubau hochgezogen würde, fallen möglicherweise noch Kosten fürs Grundstück an, vielleicht sogar für die Erschließung, zudem fürs Gelände, das ausreichend Parkplätze bieten muss. Wobei sich bei einem Neubau auch die Frage stellt, was mit den beiden bisherigen Rathäusern passieren soll. Verbandsbürgermeister Thomas Peifer will sich zu der Studie nicht äußern, ehe sie nicht im Verbandsgemeinderat vorgestellt ist. Zuerst müssten die im Bilde sein, „die auch die Hand heben sollen“. In vorangegangenen Gesprächen mit der RHEINPFALZ hatte er jedoch bereits klar gesagt: Wenn Neubau, dann in Thaleischweiler-Fröschen, denn dieser Ort ist Sitz der 2014 aus den Verbandsgemeinden Thaleischweiler-Fröschen und Wallhalben gegründeten Verbandsgemeinde. Ebenso deutlich hat er aber auch gesagt: Wenn Neubau, dann werde es weiterhin eine Außenstelle in Wallhalben geben (die RHEINPFALZ berichtete). Das sei wichtig für die Bürger. Die Bürger dürften allerdings einmal mehr ins Grübeln kommen, welche Einsparungen die Zwangsfusion bringt, wenn nun über einen mehrere Millionen Euro teuren Neubau diskutiert wird. Wobei das Rathaus in Thaleischweiler-Fröschen so oder so saniert werden muss. Die Architekten aus Ludwigshafen haben auch eine Sanierung plus Anbau in Thaleischweiler-Fröschen sowie Umbau und Sanierung der beiden Standorte Thaleischweiler-Fröschen und Wallhalben geprüft. Wobei hier zu bedenken ist: Sanierung von Altbauten bergen Risiken, zudem lassen sich energetische Maßnahmen nicht immer so leicht umsetzen, wie wenn man neu baut. Bei beiden Varianten, die Sanierung vorsehen, stellt sich zudem die Frage: Wo kämen jeweils die Mitarbeiter unter, wenn an ihrem Arbeitsplatz umgebaut wird? Auch diese Frage wird den Verbandsgemeinderat beschäftigen. Möglicherweise kommt dann die auslaufende Wallhalber Realschule plus noch mal ins Spiel, möglicherweise könnten die Mitarbeiter aber auch in Container umziehen. Der Verbandsgemeinderat hatte die Studie in seiner Dezembersitzung 2016 in Auftrag gegeben; als Kosten wurden 50.000 Euro angegeben. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion sowie die Struktur- und Genehmigungsbehörde Süd hatten die Studie als Entscheidungsgrundlage gefordert. Unabhängig davon, auf welche Lösung es hinausläuft, wird es laut Verbandsbürgermeister Thomas Peifer durch formale Vorgaben „sicher 2020“, bis Baumaßnahmen starten (die RHEINPFALZ berichtete). Heute Der Verbandsgemeinderat Thaleischweiler-Wallhalben tagt heute, Dienstag, um 19 Uhr im Wallhalber Verwaltungsgebäude. Um die Zukunft der Rathäuser Thaleischweiler-Fröschen und Wallhalben geht es dabei noch nicht. Besagte Studie soll erst in der nächsten Ratssitzung am 22. Februar vorgestellt werden. Heute Abend tagt der Rat unter anderem zum geplanten gemeinsamen Feuerwehrhaus für die Wehren Rieschweiler und Höhmühlbach. Außerdem soll er Aufträge vergeben für eine Wendeltreppe in der Grundschule Rieschweiler-Mühlbach und das Außengelände der Grundschule Thaleischweiler-Fröschen. Zudem geht es um das vom Land angestoßene Schulsanierungsprogramm, von dem die genannten Grundschulen sowie die Schule in Maßweiler profitieren sollen (wir berichteten am 17. Januar).

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