Rheinpfalz Ehemalige Kirche: Doch Abriss statt Sprengung

«St. Wendel.» Die frühere Kirche in Oberlinxweiler wird nicht wie angekündigt und mehrfach berichtet in den Sommerferien gesprengt, sondern abgerissen. Ihre Bausubstanz ist zu gut.
Um das 1961 erstellte Bauwerk zum Einsturz zu bringen, müsste die Sprengstoffmenge um einiges höher sein als ursprünglich von den Fachleuten des Technischen Hilfswerkes (THW) veranschlagt. Dieses Ergebnis brachten Probebohrungen. Die Qualität des Stahlbetons liege „deutlich über den Standardwerten für Gebäude dieser Art aus der entsprechenden Zeit“. Die Folge ist, dass die Erschütterungen der Sprengung umliegende Häuser beschädigen könnten. „Im Interesse der Anwohner werden wir deshalb auf die Sprengung verzichten“, sagt St. Wendels Bürgermeister Peter Klär. Oberlinxweiler ist der Stadt angegliedert. Das Gebäude werde nun mit schweren Maschinen abgerissen. Wie berichtet, hatte die Kreisstadt St. Wendel das Kirchengelände im vergangenen Jahr gekauft, nachdem der Sakralbau 2014 außer Dienst gestellt worden war. Auf dem Grundstück sollen zehn Bauplätze entstehen. Um den Anwohnern Lärm und Staub zu ersparen, war ursprünglich die Sprengung durch das THW favorisiert worden.