Rheinpfalz Drei Tage, drei Bühnen und 19 Bands

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Es zieht jedes Jahr aufs Neue Gäste nicht nur aus der ganzen Westpfalz in Scharen an: Das Seefest am Ohmbachsee, das seit 1984 immer am dritten Juliwochenende stattfindet. Auch am kommenden Wochenende wird wieder rund um den See ein romantisches Fest steigen.

„Das Fest hat ein klares Profil“, betont Thorsten Bruch, der seit 2008 die Veranstaltung organisiert. Eine Woche dauert der Aufbau, die Gesamtvorbereitung läuft bereits seit vergangenem Herbst. „Die Location spielt natürlich eine große Rolle: Es handelt sich nicht um ein Stadtfest, sondern es spielt sich alles in der Natur um den See ab.“ Drei große Bühnen und zwei Feuerwerke sind fester Bestandteil des Festes. „Wir haben immer drei Bühnen mit unterschiedlicher Ausrichtung. Die Karlsberg-Bühne hat sich auf Pop, Soul und Funk spezialisiert; die Bitburger-Bühne ist eine klassische Rockbühne und die Stadtwerke Homburg präsentieren deutschen Rock, Oldies und typische Partymusik.“ Auf eine Besonderheit legt Bruch großen Wert: „Wir bespielen die Bühnen immer mit Bands aus dem größeren Umland, also bis Landau oder Ludwigshafen, aber nicht mit D- oder E-Promis aus dem gesamten Bundesgebiet. Und unsere Bands haben auch ihre Fangemeinden hier.“ Abwechslung bringt auch die Auswahl der Bands. Die findet Bruch auf den unterschiedlichsten Wegen. „Ich habe als Veranstalter ein Netzwerk, ich erhalte viele Bewerbungen, recherchiere selbst nach interessanten Gruppen im Internet und schaue mir natürlich auch immer wieder Bands an.“ In diesem Jahr werden 19 Bands beim Seefest in unterschiedlichsten Konzerten auf den drei Bühnen stehen. Am Freitagabend sorgen die Coverband „Funhouse plays Pink“, die zum ersten Mal beim Ohmbachseefest dabei ist, und auf der Karlsberg-Bühne „Brass Machine“ mit knackigen Bläsersätzen und unverwechselbarem Sound für Stimmung. Ein musikalischer Höhepunkt ist auch der Auftritt von „Firma Holunder“ am Samstagabend auf der Bühne der Stadtwerke Homburg mit Party und Mallorca-Stimmung. Die Bitburger-Bühne rocken die fünf jungen Musiker der Gruppe „Fused“. „Sie sind auch bereits in den vergangenen beiden Jahren beim Seefest aufgetreten und ihre Songliste ist grandios“, erinnert sich Bruch. „Ihr Sänger geht unheimlich stark auf das Publikum ein und nimmt die Leute mit. Das ist ein Kracher.“ Freunde eines zünftigen Frühschoppens können am Sonntagmorgen bei den „Rohrentalern“ vorbeischauen. Doch nicht nur Musikfans, sondern auch Familien kommen beim Ohmbachseefest auf ihre Kosten. Am Sonntagnachmittag gibt es an allen drei Bühnen Spielestationen zum Mitmachen. Schminkaktionen, ein Bobby-Car-Parcours und Koordinationsspiele sowie Hüpfburgen sind im Angebot. Kinder können sich auch daran versuchen, wie man einen Luftballon modelliert. Oder sie können an einem Wettrennen auf einem Hindernisparcours teilnehmen. Eine andere Attraktion ist „Pull Bull“. „Das ist ähnlich wie Rodeo. Man sitzt auf einem aufblasbaren Bullen. Darunter gibt es eine Luftkissenunterlage, die den Bullen elektrisch bewegt. Und dann muss man versuchen, sich möglichst lange oben drauf festzuhalten,“ erläutert Bruch. Den Ohmbachsee erkunden können Naturfreunde auch beim Fährdienst und sich von Mitgliedern des Ruder- und Kanuclubs Zweibrücken auf die andere Seeseite rudern lassen. Und wer sich den See von oben ansehen möchte, hat dazu bei einem Hubschrauberrundflug Gelegenheit. Vor dem Höhepunkt „See in Flammen“ am Samstagabend stimmt der Kanuclub Zweibrücken die Besucher mit einer Fackelfahrt über den See, an der 20 mit Fackeln beleuchtete Boote beteiligt sind, auf das große Feuerwerk ein, das musikalisch durch die großen Filmhits von John Williams begleitet wird. Ein Medley aus bekannten Hits gibt es auch beim Abschlussfeuerwerk zum Festausklang am Sonntagabend. (knf)

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