Rheinpfalz Die Grundlage: Ergebnisse des Wohnraumkonzepts

Dichter, älterer Bestand: VdK-Siedlung in Speyer-West.
Dichter, älterer Bestand: VdK-Siedlung in Speyer-West.

Die Hamburger Gewos GmbH hat im Auftrag der Stadt für 50.000 Euro ein Wohnraumkonzept für Speyer erstellt. Es belegt die Grundannahme, dass viele Wohnungen fehlen, mit Zahlen und benennt die Herausforderungen für die Stadtplanung.

Die Anzahl der Haushalte in der gefragten Stadt steigt, der Wohnungsbestand geht leicht zurück, wenn kein Neubau hinzukommt. Aus diesem Zusammenhang leitet Gewos ab, dass in den betrachteten Jahren sowohl bei Ein- und Zweifamilienhäusern wie auch bei Mehrfamilienhäusern kräftig nachgelegt werden muss. Die Ursachen dafür seien vielfältig, so die Gutachter, die auf Speyer bezogen mehrere Kategorien nennen:

  • Wohnungsbestand: Geringer Anteil kleiner Wohnungen bis 60 Quadratmeter, hoher Anteil alter Wohnungen in der Altstadt und in Einfamilienhäusern der Nachkriegszeit, viele selbstnutzende Eigentümer, geringe Neubautätigkeit.
  • Ausdifferenzierung der Nachfrage: Steigende Nachfrage nach kleineren Einheiten für Single-Haushalte, steigende Nachfrage nach preisgünstigem Wohnraum wegen kletternder Mieten, Zuwanderung, hohe Nachfrage von heimischen Familien nach Einfamilienhäusern, steigende Nachfrage durch zuziehende Senioren, hoher Nachfragedruck insbesondere in der Innenstadt, Verdrängungsprozesse auch durch die Schaffung von Eigentums- und Ferienwohnungen.
  • Hoher Nachfragedruck auf Wohnungsbestand: Entlastung durch Wohnbau auf neuen Flächen notwendig, begrenztes Potenzial an verfügbaren Grundstücken, kaum Flächen zur Innenentwicklung, hohe Kosten für Neubauvorhaben, günstigere Konkurrenz im Umland mit der möglichen Folge der Abwanderung von Familien.

Die Vorschläge, die die Stadt jetzt für neue Wohnbauflächen vorgelegt hat, sind eine Folge der drei Leitziele, die die Gutachter für Speyer formuliert haben: Sie fordern ein Wachsen in bestehenden Strukturen, eine gezielte Weiterentwicklung von Quartieren und eine zielgruppenspezifische Angebotsverbesserung. 

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