Rheinpfalz Den roten Teppich ausrollen

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Die Mitglieder des Wirtschaftsförderkreises der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben (WFK) rollen für ihre Kunden den roten Teppich aus. Das haben die Gewerbetreibenden zwar immer schon gemacht, stellte die Vorsitzende des Wirtschaftsförderkreises, Gepa Schönenberger, mit Blick auf Angebot und Serviceleistungen fest. Aber um es den Kunden mal bildlich vor Augen zu führen, plant der WFK tatsächlich Teppiche ausrollen zu lassen.

Wann und wie – das soll eine Überraschung für die Kunden werden. Auf die nicht immer einfache Lage von Unternehmen und kleineren Betrieben hatte der Wirtschaftsförderkreis schon mal mit einer Aktion aufmerksam gemacht, bei der alle Schaufenster für einige Tage verhüllt worden waren. „Damals wollten wir zeigen, wie eine Gemeinde ohne Geschäfte aussehen würde“, erinnerte Goldschmiedin und Restauratorin Schönenberger. Dieses Mal soll mit einer fröhlichen, positiven Aktion auf das vielfältige Angebot der 88 Mitgliedsbetriebe im Wirtschaftsförderkreis aufmerksam gemacht werden, erläuterte sie. Zu den positiven Aktionen des Wirtschaftsförderkreises gehören jedes Jahr die vier After-Work-Partys, die jeweils bei einem Mitglied des WFK gefeiert werden. Dieses Jahr ist Start im Visavis, dem Gästehaus des Hotel/Restaurant Schwan. Am 3. Juli geht es los. Die Aktion läuft bis Ende Juli im Wochenrhythmus. Auch ein zweites After-Work-Pilgern in Kooperation mit Maria Rosenberg ist geplant. Die Adventsfensteraktion im Dezember, wenn täglich ein anderes Förderkreis-Mitglied sein Fenster nach Geschäftsschluss öffnet und gegen eine kleine Spende zu Getränken und Leckereien einlädt, ist ein fester Bestandteil im WFK-Jahresplan. Das Spendengeld wird auf einem Sonderkonto eingezahlt. Damit soll Menschen aus der Verbandsgemeinde, die unverschuldet in eine Notlage geraten sind, unbürokratisch geholfen werden. „Über Vorschläge, wo und wie wir das Geld einsetzen können, freuen wir uns immer“, sagt Gepa Schönenberger mit Blick auf finanzielle Hilfe im Krankheitsfall oder für Brandopfer. Ein großes Problem für den Wirtschaftsförderkreis ist nach wie vor, das Thema verkaufsoffener Sonntag. Dieser muss von Gesetzes wegen mit einem besonderen Ereignis verknüpft sein. Das Ereignis selbst, um den verkaufsoffenen Sonntag zu ermöglichen, „können wir nicht auch noch stemmen“, sagt Schönenberger. Da schauen die WFK-Mitglieder beispielsweise schon mal ein wenig neidisch in Richtung Dahn, wo das sehr gut zu funktionieren scheint. Kraftakte wie in den früheren Jahren, als der WFK zur Gewerbeschau einlud, „sind einfach nicht mehr darstellbar“, verwies die WFK-Vorsitzende darauf, dass die Mitglieder beruflich allesamt sehr eingespannt seien. Zuletzt war das Verhältnis zwischen Wirtschaftsförderkreis und Verbands- sowie Ortsgemeinde Waldfischbach-Burgalben etwas abgekühlt. Es habe jetzt ein Treffen mit Verbandsbürgermeister Lothar Weber und Ortsbürgermeisterin Anna Silvia Henne stattgefunden, bei dem alle Seiten viele Probleme offen angesprochen hätten. Der verkaufsoffene Sonntag und das dafür fehlende touristische, gesellschaftliche Event seien Thema gewesen. Da es öffentliche Streuobstwiesen gibt, wurde etwa über ein Apfelfest nachgedacht. Den verkaufsoffenen Sonntag mit dem Bruchwissefeschd zu kombinieren, ist eine andere Überlegung. Zudem feiert die Ortsgemeinde Waldfischbach-Burgalben in diesem Jahr die Zusammenlegung der beiden Ortsteile. Es sei positiv, resümierte Schönenberger, dass die Gespräche geführt worden seien. Es sei jetzt klar, dass es zum Beispiel ein Leerstandskataster gebe, wenn jemand Ladenflächen suche. Auch freie Flächen in Gewerbegebieten in der Verbandsgemeinde sind erfasst. Geklärt sei, wer die Ansprechpartner in der Verbandsgemeinde für interessierte Gewerbetreibende seien. Es gebe zwar noch Verbesserungspotenzial im Miteinander, aber wichtige erste Schritte seien gemacht. Der Wirtschaftsförderkreis selbst möchte sein Banner in der Ortsmitte übers Jahr gesehen besser vermarkten. Die Werbefläche kann gemietet werden. Bewährt haben sich die WFK-Gutscheine.

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