Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Bottenbach: Windkraft im Visier

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Bei Bottenbach könnten sich bald neue Windräder drehen. Der Gemeinderat hat sich dafür ausgesprochen und wird sich Anfang 2020 mit den Planungen von zwei Unternehmen befassen.

Bislang waren dem Ortsgemeinderat die Planungen für vier Windkraftanlagen durch die Firma Gaia mbH Windkraft aus Lambsheim bekannt. Am Dienstagabend berichtete Ortsbürgermeister Klaus Weber dem Rat über ein Gespräch mit der Firma Prokon und deren Planabsichten. Die Ratsmitglieder waren sich ohne ausdrückliche Beschlussfassung darüber einig, dass die Windkraft auf der eigenen Gemarkung kommen soll und dass die Projektierer ihre Planungen dem Rat vorstellen dürfen.

Zwei Unternehmen, ähnliche Planungen

Die Firma Gaia sieht für ihre vier geplanten Windkraftanlagen neben einem Standort auf Nünschweiler Gemarkung in Bottenbach den Eingang des Osterwaldes vor, kurz vor der Lammbach und im Tiergarten. Fast identisch sind wegen der Windhöffigkeit die Standorte der Firma Prokon, welche eine Anlage nicht auf Nünschweilerer, sondern Windsberger Gemarkung errichten würde. Die Planungen unterscheiden sich zudem in der Beanspruchung von kommunalen oder privaten Flächen. Laut Weber sind die finanziellen Konditionen fast identisch. Wer letztlich zum Zuge kommt, entscheidet sich nach der Vorstellung der Planungen vor dem Rat. Nachdem in der Januar der Doppelhaushalt für den Rat bestimmend sein soll, beginne dann in der übernächsten Sitzung die Firma Prokon mit ihrer Präsentation, so Weber. In der Sitzung danach folge die Firma Gaia.

Favorisiertes Baugebiet beschlossen

Im Oktober hatte sich der Rat entschieden, neue Wohnbauflächen auszuweisen. Von mehreren Möglichkeiten favorisierte er dabei die Blumenwiese Fischer vor dem Ortseingang aus Richtung Vinningen kommend. Für dieses Gebiet mit etwa 20 neuen Bauplätzen fasste der Rat nun einstimmig den Grundsatz- und Aufstellungsbeschluss. Der Bebauungsplan trägt die Bezeichnung „Auf Kälblingen“.

Derzeit sind innerörtlich noch zwölf Bauplätze vorhanden, die jedoch nicht im Gemeindeeigentum stehen. Bis das nun folgende Verfahren abgeschlossen werden kann, dürften laut Weber bis zu zwei Jahre vergehen. Für den Fall, dass dieses nicht kurzfristig und wirtschaftlich erschlossen werden kann, um die Nachfrage an Bauplätzen zu decken, soll die kleinere Fläche beim Spielplatz als Neubaugebiet dienen; darüber entschied der Rat bei einer Gegenstimme. Laut Weber wäre diese Lösung jedoch nur eine kurzfristige Notlösung zur Abdeckung des aktuellen Bedarfs.

Sanierung im Dorfgemeinschaftshaus

Besichtigt hat der Rat vor der Sitzung das Dorfgemeinschaftshaus und bestehende Schwachstellen, wie beispielsweise herabfallenden Putz. Danach entschied sich der Rat dafür, die Sanierung anzugehen. Nachdem im Durchschnitt nur einmal im Jahr die Schankanlage benutzt wird, soll sie nach dem Willen des Rats nicht wieder instand gesetzt, sondern abgebaut werden.

Ein Apfelbaum für jedes Neugeborene

Einstimmig sprach sich der Rat für die Anlegung einer Geburtsbaumwiese aus. Sie soll auf gemeindlichen Grundstücken angelegt werden. Auf der Fläche oberhalb der gemeindlichen Grillhütte sollen ausschließlich Apfelbäume angepflanzt werden. Pro neugeborenem Kind soll ein Apfelbaum gepflanzt werden. Die Kosten übernimmt der Förderverein der Dorfgemeinschaft. Bereits im Frühjahr 2020 soll die erste Pflanzung für die Neugeborenen des Jahres 2019 und die bis dahin Geborenen des Jahres 2020 erfolgen.

Sachzuschuss für Sportverein

Damit der Sportverein Bottenbach auch eine Förderung durch den Sportbund Pfalz, den Landkreis Südwestpfalz und die Daniel-„Theysohn-Stiftung für die Neuerrichtung eines Kleinspielfeldes erhält, bedarf es auch eines Gemeindezuschusses. Bei einer Investitionssumme von rund 75.000 Euro müsste dieser mindestens fünf Prozent betragen. Die Ortsgemeinde übernimmt diesen Anteil in Form einer Sachspende und spendet dem Sportverein Schotter im Wert von 4000 Euro. Diesen gewinnt man aus dem Rückbau der seitherigen Bautrasse der Windräder.

Neuer Verkehrsspiegel

Ortsbürgermeister Weber informierte, dass der Spiegel an der Einmündung Pirmasenser Straße/ Vinninger Straße 25 a durch einen gebrauchten Spiegel ersetzt wurde. Dieser sei dankenswerterweise von Timo Zander kostenlos besorgt worden. Ein vergleichbarer neuer Spiegel hätte über 1000 Euro gekostet.

Grünabfallplatz am Samstag noch auf

Der Grünabfallplatz der Ortsgemeinde ist nach Information von Weber am Samstag, 30. November, zum letzten Mal in diesem Jahr geöffnet. Die Wiedereröffnung erfolge im Frühjahr 2020 und werde rechtzeitig über das Amtsblatt der Verbandsgemeinde angekündigt.

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