Rheinpfalz Bewegte Begrüßung

Beim Einzug in die voll besetzte Kirche: Das Evangeliar trägt Diakon Wolfgang Rhein aus Lauterecken, links hinter ihm ist Pfarre
Beim Einzug in die voll besetzte Kirche: Das Evangeliar trägt Diakon Wolfgang Rhein aus Lauterecken, links hinter ihm ist Pfarrer Becker, rechts hinter ihm Pfarrer Ševo, ganz am Ende Dekan Johannes Pioth.

Bis zum letzten Platz war die katholische Pfarrkirche gefüllt. Der Leitende Pfarrer Thomas Becker und Kooperator Pfarrer Danijel Ševo wurden von Dekan Johannes Pioth in einem feierlichen Gottesdienst offiziell in ihr Amt eingeführt.

Seit 1. August sind beide in Dahn tätig. Auch die Familien der beiden Pfarrer sowie Freunde und Bekannte auch aus ihren vorherigen Wirkungsorten Lauterecken und Herxheim waren angereist, ebenso Gläubige aus allen Gemeinden der Großpfarrei Heiliger Petrus im Dahner Felsenland, Bürgermeister, Verbandsbürgermeister Michael Zwick und Landrätin Susanne Ganster. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor Dahn unter Leitung von Simone Guth und David Keller an der Orgel. Kaplan Chandra Nudurupati, der dritte Priester der Großpfarrei, hatte einen Großteil der Organisation übernommen und brachte in seiner Begrüßung wohl die Gefühle aller Gottesdienstbesucher zum Ausdruck: „Wir sind heute alle sehr bewegt und überaus freudig, dass wir zwei neue Priester zugleich in unserer Pfarrei begrüßen dürfen“, so Nudurupati. Pioth sagte, dass er normalerweise die Gemeinden aufzähle, die zur Pfarrei gehören, verzichtete aber an diesem Tag darauf. „Es sind zwölf, ich spare mir das, weil es so viele sind“, so Pioth. Mit Unterstützung durch das Pfarreiteam, zu dem noch Gemeindereferentin Barbara Zickgraf und Diakon Michael Ganster gehören, sowie durch die Ehrenamtlichen werde es die Aufgabe der Pfarrer sein, die Pfarrei zusammenzuführen und ein Wir-Gefühl zu entwickeln. Aber ebenso wichtig werde es sein, Unterstützung für die Ehrenamtlichen zu sein, damit das christliche Leben in den einzelnen Pfarreien weitergehen kann, so Pioth. „Die Aufgaben eines Pfarrers sind vielfältig, aber wenn der Eindruck entsteht, der Pfarrer hat nie Zeit, dann stimmt etwas nicht“, sagte Pioth. Natürlich könne ein Pfarrer auch nicht alles gleichzeitig machen und beide blieben angewiesen auf das Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen, die mit ihnen arbeiten. „Aber auch das Kümmern um den Einzelnen sollte doch immer noch möglich sein“, so Pioth. Becker und Ševo erhielten beide jeweils die Urkunde ausgehändigt. Beide Priester, das Team der Hauptamtlichen und als Stellvertreter für die vielen Ehrenamtlichen Elisabeth Farbacher (Vorsitzende des Pfarreirats) und Karl-Josef Koch (Vorsitzender des Verwaltungsrats) versprachen sich die Zusammenarbeit und bekräftigten dies mit Handschlag. In seiner Predigt zum Evangelium des Tages, in dem Jesus sagte, eher gehe ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme, sagte Becker: „Der Glaube an Gott und der Glaube an das Geld sind die schärfsten Konkurrenten, weil sie beide Zufriedenheit versprechen und Anspruch auf unser Herz erheben.“ Die Nachfolge, die Jesus fordere, könne letztlich nicht allein durch Einhaltung der Gesetze gelingen, denn nur allein dadurch hänge sie in der Luft. Erst durch den Moment, wo ein Mensch wenigstens einmal in seinem Leben von Gottes Liebe im Herzen berührt werde, wo eine personale Gottesbegegnung stattfinde, erhalte alles seinen Sinn. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es bei einem Empfang im Ingbert-Naab-Haus und Bewirtung durch die katholische Frauengemeinschaft Gelegenheit zur Begegnung.

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