Rheinpfalz Baugrund besonders für junge Familien anbieten

Im leicht geneigten Hang oberhalb des Spielplatzes unweit der Mozartstraße und bis hinüber zur Speyerstraße soll das Baugebiet „
Im leicht geneigten Hang oberhalb des Spielplatzes unweit der Mozartstraße und bis hinüber zur Speyerstraße soll das Baugebiet »Am Sonnenhang« realisiert werden.

Mit dem Beschluss, den Flächennutzungsplan fortzuschreiben, hat der Verbandsgemeinderat Hauenstein eine weitere Voraussetzung geschaffen, dass in der Hauensteiner Gewanne Mühlbistl das Baugebiet „Am Sonnenhang“ realisiert werden kann. „35 bis 40 Bauplätze werden dort geschaffen und können, wenn alles glatt läuft, Anfang 2019 bebaut werden“, stellt der Beigeordnete Markus Pohl (CDU) fest, der das Projekt für die Gemeinde von Anfang an vorantreibt und begleitet.

Entscheidend sei, so Pohl, dass es mittlerweile gelungen sei, „in manchmal schwierigen Verhandlungen alle Grundstücke, die für die Realisierung des Bebauungsplanes benötigt werden, notariell zu sichern“. Man habe mit den Eigentümern vertraglich vereinbart, dass die Gemeinde alle für das Baugebiet benötigten Flächen aufkauft. Der Kaufpreis werde zum 30. Juni 2018 fällig. Sollten bis zu diesem Zeitpunkt unüberwindbare Schwierigkeiten die Realisierung des Baugebiets verhindern, werden die notariellen Verträge obsolet. Als Baugebiet „Am Sonnenhang“ soll der Bereich zwischen Wasgaustadion und bestehender Bebauung in der Speyerstraße und am hinteren Schulrech gelten. 20.000 Quadratmeter bebaubarer Fläche, von denen 8000 Quadratmeter bereits in Gemeindebesitz waren, stehen zur Verfügung. Teile des in Frage kommenden Areals werden derzeit durch den verwahrlosten Needingpark in Anspruch genommen. Nach einer Planskizze könnten im Mühlbistl bis zu 40 Bauplätze mit einer Größe zwischen 450 und 650 Quadratmetern entstehen. Das künftige Baugelände soll von einem Träger erschlossen werden. Hier ist man in Gesprächen mit der Kaiserslauterer WVE GmbH, mit der die Verbandsgemeinde Hauenstein bereits auf dem Gebiet erneuerbarer Energien zusammenarbeitet. An das Unternehmen sei bereits ein Teilauftrag ergangen: Wie Pohl mitteilte, leistet die WVE vorbereitende Aufgaben zur Erschließung des Baugebiets. Zu welchem Preis die Bauplätze vermarktet werden können, hänge noch „von einer Reihe von Unwägbarkeiten“ ab, sagte Pohl. Man hatte ursprünglich einen Preis von um die 100 Euro für den Quadratmeter anvisiert, realistischer wird wohl ein Preis zwischen 120 und 150 Euro sein – nicht gerade etwas für den schmalen Geldbeutel, aber erschwinglich im Vergleich zur Region um Landau, wo Quadratmeterpreise zwischen 200 und 500 Euro an der Tagesordnung sind. Für den „Sonnenhang“ denke man, so Pohl, je nach Lage der Grundstücke über verschiedene Preiszonen nach. „Wir wollen Einheimischen eine Chance bieten, im Ort zu bleiben, und Neubürgern mit Kindern eine preiswerte Alternative zu teurem vorderpfälzischen Bauland bieten“, sagt Pohl, der sich durchaus auch vorstellen kann, dass Bauplätze dort nach einem Punktesystem bevorzugt an junge Familien mit Kindern vergeben werden. „Für die Perspektive der Gemeinde sind Bauplätze, die vom Preis her auch für junge Familien interessant sind, eminent wichtig“, unterstreicht Pohl. Die Erschließung von Baugebiet sei für die Gemeinde von elementarer Bedeutung. Man stütze so die Zukunftsfähigkeit des Ortes, der mit Schulen und Kitas – die Gemeinde unternimmt gerade erste Schritte, um eine neue viergruppige Kita zu bauen – und der vorhandenen Infrastruktur an Geschäften, medizinischen Einrichtungen und Freizeitangeboten besonderen Wohnwert besitze. Pohl berichtet bereits von „großem Interesse“: Es lägen Anfragen für etwa die Hälfte der möglichen Bauplätze vor. „Wenn alles positiv läuft, könnten Interessenten im Spätsommer 2018 Grundstücke erwerben und Bauwillige im Frühjahr 2019 mit dem Bau beginnen“, steckt der Beigeordnete den zeitlichen Rahmen ab, bleibt dabei aber im Konjunktiv. Der Name „Am Sonnenhang“ ist übrigens ein Stück weit Programm: „Das Gelände dort ist zum Teil leicht nach Süden geneigt und damit ideal besonnt, und es ist weitgehend eben“, berichtet Pohl. Ein weiterer Pluspunkt: Zum Ortskern sind es nur wenige Gehminuten, der Bahnhalt Hauenstein-Mitte ist ebenso schnell erreichbar wie die Realschule plus.

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